Yum-utils
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Mit dem Paket yum-utils werden viele nützliche kleine Helfer für die Paketverwaltung von Fedora geliefert. Die beiden wichtigsten und auch bekanntesten dürften dabei yumdownloader und package-cleanup sein. Im folgenden Artikel sollen neben diesen beiden aber auch die übrigen Tools einmal vorgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis |
package-cleanup
Mit package-cleanup ist es möglich, die Paketdatenbank auf doppelte, verwaiste oder fehlende, aber benötigte Pakete zu durchsuchen.
Probleme finden:
package-cleanup --problems
Dabei werden Pakete benannt, die eine nichterfüllte Abhängigkeit aufweisen, aber trotzdem installiert sind. Dies kann besonders nach einem Systemupgrade über yum oder Anaconda der Fall sein. Die benannten Abhängigkeiten sollten dabei möglichst nachinstalliert werden, da sonst die Funktionsfähigkeit der Pakete nicht gewährleistet ist.
Doppelte Pakete finden:
package-cleanup --dupes
Hier werden doppelte Pakete identifiziert. Der ältere Eintrag sollte dabei aus der Paketdatenbank mittels rpm mit Angabe des Namens und der Versionsnummer entfernt werden. Falls mehrere Kernel aufgeführt sind, ist das allerdings normal.
Nicht mehr benötigte Pakete identifizieren:
package-cleanup --leaves
Die hier angezeigten Pakete wurden normalerweise nicht explizit zur Installation ausgewählt, sondern kamen als Abhängigkeit eines anderen Paketes mit. Nach der Deinstallation dieses wurden sie aber nicht automatisch mit entfernt. Dieses kann nun über rpm oder yum nachgeholt werden.
Nicht in Repositories enthaltene Pakete finden:
package-cleanup --orphans
Falls einzelne Pakete händisch installiert wurden, weil sie z.B. in keinem Repository enthalten sind oder ein Repository später mal deaktiviert wurde, sind die RPMs trotzdem im System enthalten. Der Aufruf identifiziert diese, so dass man die Übersicht darüber behält.
yumdownloader
yumdownloader ist eine sehr praktische Hilfe, wenn man einzelne RPMs direkt aus den Repositories herunterladen will.
RPMs herunterladen
yumdownloader gedit
Dieses lädt das RPM gedit in das aktuelle Verzeichnis herunter. Durch den Schalter --resolve werden zudem auch dessen Abhängigkeiten mitheruntergeladen - allerdings nur, falls diese noch nicht installiert sind.
SRPMs herunterladen
Sehr praktisch ist es, sich das SRPM eines Paketes herunterzuladen. Durch den Schalter -e <Repository> wird das genannte Repository dabei auch gleich aktiviert. Dadurch, dass die entsprechenden Zweige mit den SRPMs normalerweise nicht aktiviert sind, erleichtert es einem die Arbeit:
yumdownloader -e core-source --source gedit
core-source ist dabei der Name des Repositoryzweiges für die RPMs für Fedora Core, der in der Datei /etc/yum.repos.d/fedora-core.repo angegeben ist.
yum-builddep
Mit yum-builddep installiert man die Pakete, welche man für das Erstellen eines besitmmten Paketes aus dem Source-RPM benötigt
Beispiel:
yum-builddep blender-2.46-1.fc9.src.rpm
Sollte das Source-RPM noch nicht existieren, so kann dieses mit
rpmbuild -bs blender.spec
erstellt werden.
Innerhalb einer Fedora-CVS-Sandbox geschieht dies mit:
make srpm
Nähere Information bzgl. des CVS-Zugriffs können unter [[1]] enthommen werden.
repo-graph
repo-rss
Mit repo-rss kann ein RSS-Feed generiert werden, der die neu hinzugekommenden Pakete in einem Repository enthält:
repo-rss /Pfad/zum/Repository
Dies erstellt die Datei repo-rss.xml, die dann nur noch verlinkt werden muss.
repoclosure
repomanage
repomanage ist dafür geeignet, lokal angelegte Repositories aufzuräumen, wenn diese mehrere Versionen eines Paketes enthalten. So können über folgenden Befehl z.b. nur die neuen Pakete aufgelistet werden:
repomanage --new /Pfad/zum/Repository
Will man dagegen alle älteren Paketversionen in einem lokalen Repository entfernen, hilft dieser Befehl:
rm -f `repomanage --old /Pfad/zum/Repository
Falls man zwei Versionen eines Paketes behalten möchte, muss dieser leicht abgewandelt werden:
rm -f `repomanage --old --keep=2 /Pfad/zum/Repository
repoquery
repoquery ist ein Äquivalent zu rpmquery (oder rpm -q), nur dass es auf RPMs in Repositories angewandt werden kann:
Bsp.:
repoquery --whatrequires kdebase
Eine Übersicht über die verfügbaren Optionen bietet dabei die Ausgabe von repoquery --help
reposync
resposync synchronisiert alle oder nur die neusten Pakete aus einem Repository mit einem lokalen Verzeichnis:
reposync -r extras
Dies synchronisiert das Repository von Fedora Extras in das Verzeichnis extras.
Weitere Optionen sind dabei mit reposync --help" einsehbar.
repotrack
Mithilfe von repotrack können alle Abhängigkeiten eines angegebenen Paketes heruntergeladen werden. Dies ist z.B. nützlich, wenn z.B. eine andere Installation über keine Internetverbindung verfügt oder schon ein lokaler Spiegel der Repositores core und updates besteht und man diesen partiell um für einige Pakete aus extras erweitern will:
repotrack amarok
Dieses lädt alle (!) Abhängigkeiten, die amarok selbst und die Abhängigkeiten von amarok benötigen, herunter.
repotrack -r extras -n -u amarok
Dieses zeigt die Urls aller Abhängigkeiten zu amarok aus dem Repository von Fedora Extras an. Durch -n werden nur die neuesten Pakete in die Liste aufgenommen.