FAT
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Oftmals muss oder will man unter GNU/Linux auf eine "Windows-Partition" zugreifen, genauer gesagt auf Partitionen, welche im Format FAT16, FAT32 oder NTFS vorliegen. Da diese Partitionen unter Umständen nicht permanent zur Verfügung stehen, zum Beispiel bei Memory-Sticks, können sie zur Laufzeit eingebunden – oder englisch: gemountet – und nach der Benutzung wieder ausgehängt werden.
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Anmerkung: Diese Dokumentation bezieht sich auf FAT16 und FAT32 Partitionen - NTFS Partitionen werden im Artikel NTFS behandelt. |
Inhaltsverzeichnis |
Überblick über die vorhandenen Partitionen
Mit Hilfe des Befehls fdisk -l lässt sich die Partitionstabelle eines Datenträgers auslesen. In diesem Beispiel ist es eine 10-GB-Festplatte, die als "Master" am primären IDE-Kanal angeschlossen ist; dies entspricht dem Linux-Gerätenamen /dev/hda (ab Fedora 7 ist dies /dev/sda).
Als Ausgabe kommt dabei z.B. folgendes:
Platte /dev/hda: 10.2 GByte, 10239860736 Byte 255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 1244 Zylinder Einheiten = Zylinder von 16065 * 512 = 8225280 Bytes Gerät Boot Start End Blocks Id System /dev/hda1 * 1 255 2048256 b W95 FAT32 /dev/hda2 256 287 257040 83 Linux /dev/hda3 288 1244 7687102+ 8e Linux LVM
Es lässt sich erkennen, dass /dev/hda1 eine Partition ist, welche im Format FAT32 vorliegt. /dev/hda2 beinhaltet eine Linux-Partition (in diesem Fall /boot), und /dev/hda3 ist ein LVM-Volume. Im Folgenden werden wir uns nur noch mit der FAT32-Partition beschäftigen.
Ein- und Aushängen von Partitionen
Vorbereitungen
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Wichtig: Damit sich die Einstellungen vornehmen lassen, muss der User root verwendet werden. |
Damit später die Partition eingehängt werden kann, muss unter /mnt ein Verzeichnis vorhanden sein, welches die Partition "aufnimmt". Falls noch kein Verzeichnis vorhanden ist, muss eines angelegt werden. Dies kann mit dem Befehl mkdir bewerkstelligt werden.
Einbinden der Partition
Nun kann die Partition gemountet werden. Der Mount-Point wird mit dem Befehl mount erzeugt. Nach dem Befehl müssen die Parameter angegeben werden, in diesem Fall die "Quelle" (der Linux-Gerätename der Partition) und das "Ziel" (ein Pfad zu einem leeren Verzeichnis). Beide Informationen sind uns bekannt aus den vorhergehenden Schritten.
Nun kann in das Verzeichnis gewechselt und sein Inhalt angezeigt werden.
[root@test04 root]# cd /mnt/win [root@test04 win]# ls -a . command.com frunlog.txt Programme system.1st .. Command.bat io.sys recycled test.txt autoexec.bat config.sys msdos.--- setuplog.txt test.txt~ bootlog.prv detlog.txt msdos.sys setupxlg.txt videorom.bin bootlog.txt Eigene Dateien netlog.txt suhdlog.dat windows
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Anmerkung: Auf FAT-Dateisysteme kann nicht nur lesend, sondern auch schreibend zugegriffen werden. |
Aushängen
Nach Beendigung der Arbeit mit der eingehängten Partition muss diese wieder ausgehängt werden. Dazu muss das Verzeichnis verlassen werden, da sonst eine Fehlermeldung erscheint.
cd
Und nun aushängen
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Achtung: Diese Operation ist nur erfolgreich, wenn kein Zugriff mehr auf das Verzeichnis stattfindet! |
Dauerhafte Einbindung
Wenn der Wunsch besteht, die Partition dauerhaft einzubinden, muss die Datei fstab geändert werden, welche unter /etc zu finden ist. Am Ende der Datei muss ein weiterer Eintrag hinzugefügt werden für die FAT32-Partition. Jeder Mount-Point hat eine eigene Zeile.
.. .. /dev/hda1 /mnt/win auto defaults,utf8,codepage=850
Falls es sich um eine FAT12- oder FAT16-Partition handelt, muss in der obigen Zeile statt utf8 die Option iocharset=utf8 verwendet werden.
Erweiterte Konfiguration
In der Datei /etc/fstab können weitere Konfigurationen mitgegeben werden.
Schreibrechte
Meist will man normalen Nutzern Schreibrechte auf der Festplatte geben. Dazu muss man in der vierten Spalte, bei den Optionen folgende Parameter einfügen:
umask=002,uid=500,gid=500
Das führt dazu, dass der Nutzer mit der ID 500 (das ist der erste eingerichtete Nutzer) der Besitzer aller Daten ist, während die Nutzer der Gruppe 500 (die Gruppe des Nutzers) ebenfalls Schreibrechte darauf haben. Alle anderen haben dann nur das Recht zum Lesen der Dateien.
Sonderzeichen
Ein Problem ist, dass viele DOS basierte Systeme nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden. Ein anderes ist, dass unterschiedliche Systeme unterschiedliche Zeichensätze verwenden. Um diesem Herr zu werden, können weitere Optionen hinzugefügt werden:
shortname=mixed,codepage=850
shortname beseitigt alle Probleme, die durch die kurzen Dateinamen bei DOS basierten Systemen auftreten, codepage sorgt dafür, dass bei kurzen Dateinamen auch gleich die Sonderzeichen dargestellt werden.
Um den unterschiedlichen Zeichensätzen beizukommen (Windows 2000/XP und ältere Linux-Distributionen haben iso8859-1, Fedora und andere neuere Linux-Distributionen verwenden utf8), kann man den zeichensatz fest einstellen:
iocharset=iso8859-1
sorgt dafür, dass Fedora Core die Partition mit dem Zeichensatz iso8859-1 anspricht.
Siehe auch
Links
- Informationen zu fstab
- man fstab
- mount
- man mount
- Tipps zum vfat-Dateisystem unter Linux