VNC

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Virtual Network Computing (kurz VNC) ist eine ursrünglich von Olivetti & Oracle Research Laboratory (ab 1999 auch bekannt als AT&T) entwickelte Software, die das Arbeiten an einem entfernten System durch Übertragen des Bildschirminhalt eines lokalen System ermöglicht. Die Tastatur- und Mausbewegungen des lokalen Systems werden an das entfernte System übertragen.

Der Fedora-Installer Anaconda unterstützt VNC bei der Installation. So lassen sich Installationen ohne Bildschirm und Tastatur vornehmen.

VNC arbeitet ohne Verschlüsselung des Datenstroms deshalb, sollte ein Einsatz über ungesicherte Verbindungen wohlüberlegt sein. Durch einen SSH-Tunnel wird dieser Nachteil jedoch beseitigt. Freenx ist ebenfalls eine sichere Variante.

Inhaltsverzeichnis

Installation

Die oft verwendeten VNC-Serverimplementationen befinden sich in den Repositories von Fedora. Die Installation ist mit yum, pirut oder yumex schnell erledigt.


vncserver

[root]# yum install vncserver

vino

Gnome stellt mit vino eine grafische Schnittstelle für die Einrichtung des eigenen VNC-Servers bereit.

[root]# yum install vino


Konfiguration

Die Firewall muss entsprechend konfiguriert sein, damit VNC funktioniert. Die Einstellungen von iptables werden in der Datei /etc/sysconfig/iptables gespeichert. Der Standard-Port von VNC ist 5900.

iptables -A RH-Firewall-1-INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 5900 -j ACCEPT


Natürlich kann auch system-config-firewall verwendet werden.

vncserver

Die Einstellungen zur Verwendung von VNC lassen sich in der Datei /etc/sysconfig/vncservers machen.

# The VNCSERVERS variable is a list of display:user pairs.
#
# Uncomment the lines below to start a VNC server on display :2
# as my 'myusername' (adjust this to your own).  You will also
# need to set a VNC password; run 'man vncpasswd' to see how
# to do that.
#
# DO NOT RUN THIS SERVICE if your local area network is
# untrusted!  For a secure way of using VNC, see
# <URL:http://www.uk.research.att.com/archive/vnc/sshvnc.html>.

# Use "-nolisten tcp" to prevent X connections to your VNC server via TCP.

# Use "-nohttpd" to prevent web-based VNC clients connecting.

# Use "-localhost" to prevent remote VNC clients connecting except when
# doing so through a secure tunnel.  See the "-via" option in the
# `man vncviewer' manual page.

# VNCSERVERS="2:MeinBenutzername"
# VNCSERVERARGS[2]="-geometry 1024x768 -nolisten tcp -nohttpd -localhost"

vino

Die Konfiguration des VNC-Servers mit Hilfe von vino kann im Menü von Gnome gefunden werden.

Anwendungen -> Internet -> Terminal Server Client



Client

Da RealVNC, die „offizielle“ Weiterentwicklung des originalen AT&T-VNC, nur in einer beschränkten Version zur Verfügung steht, haben sich viele verschiedene Client entwickelt.

Linux

tsclient

tsclient stellt unter einer einheitlichen Oberfläche Schnitellen für rdesktop, Xnest, VNC und ICA zur Verfügung.

[root]# yum install tsclient

Anwendungen -> Internet -> Terminal Server Client

Vnc client01.png

vnc-viewer

Der Standard-Viewer ist für viele Betriebssysteme erhältlich.

Anwendungen -> Internet -> VNC Viewer

Vnc client02.png


Windows und andere


Siehe auch


Links