Unison
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Dieses Synchronisierungstool, welches für Unix/Linux, Windows, Mac OS X, Solaris und einige andere Betriebssysteme verfügbar ist, eignet sich hervorragend um Daten zwischen zwei Computern oder zwei Verzeichnissen auf einem Computer zu synchronisieren. Die Daten werden verglichen und dann, wenn Unterschiede gefunden wurden, beide Verzeichnisse auf den gleichen Stand gebracht werden. Für Ein-Weg-Synchronisation ist auch rsync geeignet.
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Installation
Die Installation von Unison gestaltet sich wie üblich einfach: es muss nur das Paket unison installiert werden (entweder mit yum oder mit Pirut), da es im Repository von Fedora zur Verfügung steht, so werden auch eventuell fehlende Abhängigkeiten automatisch aufgelöst.
Verwenden von Unison (Terminal/Shell)
Unison kann in diversen Situationen eingesetzt werden. Nachfolgend sind auszugsweise ein paar Beispiele aufgeführt. Unison hat ein GUI, aber da eine Automatisation per Cron möglich ist, ist es hier auf die Kommandozeilen-Version beschränkt.
Lokale Benutzung als Backup
Angenommen, es existiert auf dem System ein Verzeichnis /home/user01/briefe. Dieses Verzeichnis soll als Backup mit dem Verzeichnis /data/backup/briefe synchronisiert werden.
unison -ui text /home/user01/briefe /data/backup/briefe
Bei ersten Start merkt Unison, dass die Synchronisation das erste Mal läuft und fragt nach, was es tun soll.
Host per SSH
Unison unterstützt Socket- und SSH-Übertragungen. Im Normalfall ist letzteres aus Sicherheitsüberlegungen zu bevorzugen. Um das Verzeichnis /home/user01/briefe mit dem gleichen Verzeichnis auf einen anderen System zu synchronisieren, ist folgender Befehl nötig.
unison -ui text /home/user01/briefe ssh://192.168.1.5/home/user01/briefe
Nach dem SSH-Prompt verhält es sich analog zur lokalen Verwendung.
Steuerung per Profil
Damit die Pfade nicht immer wieder eingegeben werden müssen, stellt Unison eine Möglichkeit der Steuerung per Profile zur Verfügung. Im Home-Verzeichnis muss das Verzeichnis ~/.unison angelegt werden.
mkdir ~/.unison
Die Datei ~/.unison/default.prf beinhaltet allgemeine Informationen für Unison. Es ist auch möglich direkt mit dieser Datei zu arbeiten, jedoch ist der Weg mit weiteren Profil-Dateien flexibler.
Anlegen der ~/.unison/default.prf
touch ~/.unison/default.prf
Der Inhalt kann so aussehen. Es wird nun eine Log-Datei angelegt, das Merging ist definiert und es ist die Option Backup aktiv.
cat <<END_ENTRY >> ~/.unison/default.prf merge = diff3 -m CURRENT1 OLD CURRENT2 > NEW backup = Name * maxbackups = 10 log = true logfile = /home/user01/.unison/unison.log rshargs = -C END_ENTRY
Weitere Informationen beinhaltet das Handbuch.
Nun kann die Profil-Datei erstellt werden.
touch ~/.unison/briefe.prf
Als Inhalt muss sie die beiden Pfad-Angaben haben.
cat <<END_ENTRY >> ~/.unison/briefe.prf root = /home/user01/briefe /data/backup/briefe root = ssh://192.168.1.5/home/user01/briefe END_ENTRY
Nun kann der Synchronisationsvorgang nur mit Angabe der Profil-Datei gestartet werden:
unison -ui text briefe
Eine erweitere Version dieses Profils für das Home-Verzeichnis kann so aussehen:
touch ~/.unison/user01.prf
Und der Profil-Inhalt:
cat <<END_ENTRY >> ~/.unison/user01.prf # Pfad-Angaben root = /home/user01 root = ssh://192.168.1.5/home/user01 # alle mp3-Files werden ignoriert ignore = Name *.mp3 # alle Dateien mit .unison verwerden ignoriert ignore = Path .unison # Einlesen der Daten aus default.prf include default END_ENTRY
Gestartet wird dieser mit:
unison -ui text briefe01
Verwenden von Unison (grafisch)
Unison stellt ein GUI zur Verfügung, welches sehr komfortabel Synchronisationen erstellen lässt.
Anwendungen -> Zubehör -> Unison File Synchronizer
| Unison | ||
|---|---|---|
| Start des Assistent | Angabe des ersten Verzeichnises | |
| Namensgebung und Systemauswahl | Nun kann das zweite Verzeichnis angegeben werden. Es stehen als Modi die bekannten zur Verfügung.
| |
Nach einem Neustart erscheint das Profil im Haupt-Fenster und es kann mit OK gestartet werden.
Diese Profile sind im Verzeichnis ~/.unison angelegt worden und können auch ohne GUI verwendet werden. Erweiterungen können wie oben beschrieben mit einem Editor eingefügt werden.
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