Systemupgrade über anaconda

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Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung

Der offiziell unterstütze Weg zu einer Aktualisierung auf eine neue Version von Fedora geht über Anaconda. Anaconda ist dabei das Installations-Programm der CDs bzw. der DVD.

Achtung Achtung: Bei einem Upgrade über Anaconda werden dabei (im Gegensatz zu einer normalen Installation) keine weiteren Repositories eingebunden. Diese müssen nach der Installation aktualisiert werden.


Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

  • Die CDs oder die DVD (siehe Download)
  • Bei Aktualisierung von der Rescue-CD eine bestehende Internetverbindung

Die einzelnen Schritte

Bootprompt

Für eine Aktualisierung von CD/DVD muss am Bootprompt lediglich Return/Enter gedrückt werden. Falls die Aktualisierung von einem ISO-Image auf der lokalen Festplatte, von FTP, HTTP,NFS oder SMB gestartet werden soll, führt linux askmethod zur weiteren Konfiguration dieser Installationsmethoden.

Neuinstallation oder Systemupgrade?

Da wir vorhaben, dass System zu aktualisieren, muss der Punkt Upgrade eines vorhandenen Systems durchführen angewählt sein. Falls sich mehere Linuxpartitionen im System befinden, sollte sichergestellt sein, dass in dem Auswahlmenü darunter die richtige Partition ausgewählt ist.

Aktualisierung des Bootloaders

Anschließend wird gefragt, wie der Bootloader (grub) aktualisiert werden soll. Es bestehen dabei drei Möglichkeiten:

  • Bootloader-Konfiguration aktualisieren
  • Aktualisieren des Bootloaders überspringen
  • Neue Bootloader-Konfiguration erstellen

Die erste Methode ist dabei die empfohlene.

Die Aktualisierung kann beginnen

Bevor es endgültig los geht, kommt noch eine weitere Abfrage, ob die Aktualisierung auch wirklich durchgeführt werden soll. Bei einem Klick auf Weiter ist dies der Fall.

Installation der Pakete

Jetzt werden die einzelnen Pakete vom Installationsmedium installiert. Der Fortschrittsbalken zeigt dabei- wie bei einer normalen Installation - an, wieweit der Prozess schon fortgeschritten ist, die Restzeit, wielange es noch ungefähr dauern wird. Da es sich auf jeden Fall um einige Minuten handeln wird, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um mit einem Klick auf Info zur Version (Release Notes) die (englischsprachigen) Release Notes zu studieren.

Die Aktualisierung ist abgeschlossen

Falls nichts dazwischenkam, ist die Aktualisierung damit abgeschlossen. Nach einem Reboot erwartet einen die frische Version von Fedora Core.

Abschließende Arbeiten in der neuen Version

Die folgenden Arbeiten sollten noch nicht unter einer grafischen Oberfläche erfolgen. Wechselt dazu am besten mit STRG+ALT+F1 auf das erste virtuelle Terminal und meldet Euch als root an.

Falls das System einwandfrei hochgefahren ist, können die alten Fedora-Kernel entfernt werden.

rpm -qa | grep kernel
[root]# rpm -e kernel-<version>

Es sollte darauf geachtet werden, nicht aus Versehen den aktuellen Kernel zu deinstallieren.

Erste Aktualisierung

Da bei diesem Upgradeweg nur die Komponenten von core aktualisiert wurden, befinden sich die restlichen Repositories noch auf dem Stand von der Vorgängerversion. Deshalb sollte das System als Ganzes gleich nach dem Upgrade erst einmal aktualisiert werden:

[root]# yum update

Falls der Updatevorgang durch nichterfüllte Abhängigkeiten noch vor dem Download abbricht, sollten die Pakete, die diese Abhängigkeiten verlangen, mit dem Schalter --exclude=<Paketname> vom Update ausgeschlossen werden. Um diese wird sich dann im nächsten Schritt gekümmert.

Suche nach veralteten Paketen und nichterfüllten Abhängigkeiten

Da Anaconda nicht großartig darauf achtet, dass Pakete aus Zweit- und Drittrepositories (dies gilt auch für Fedora Extras) ohne Abhängikgeitsprobleme bleiben, muss nachträglich ein wenig aufgeräumt werden. Eine gute Hilfe ist dabei das Programm package-cleanup aus dem Paket yum-utils, das hierfür nachinstalliert wird:

[root]# yum install yum-utils

Anschließend sollte zuerst nach Paketkonflikten gesucht werden:

[root]# package-cleanup --problems

Alle angezeigten Pakete haben ein Problem im Paketsystem. Es sollte versucht werden, dies zu lösen (z.B. durch Nachinstallation von anderen Paketen) oder das Paket selbst entfernt werden.

Ausserdem kann es mehrere Pakete geben, die in keinem aktuell konfigurierten Repository mehr enthalten sind. Dies kann sowohl der Fall bei händisch installierten Paketen sein, diese können aber auch aus dem ursprünglichen Repository entfernt worden sein.

[root]# package-cleanup --orphans

Sollten die angezeigten Pakete dabei noch funktionieren, spricht soweit nichts dagegen, sie auf dem System zu belassen. Nicht mehr funktionierende sollten aber entfernt werden. Falls hier mehrere Dutzend Pakete angezeigt wurden, ist entweder der benutzte Spiegelserver von yum gerade nicht erreichbar oder in den Repositories etwas falsch konfiguriert.

Screenshots

In der Gallerie sind von links nach rechts Screenshots der einzelnen Installationsschritte zu sehen, in denen der Vorgang etwas besser nachvollzogen werden kann.