Stub
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Ein Stub (vom englischen Wort stub für Stubben, Stummel, Stumpf) oder Stutzen und Ansatz, bezeichnet einmal in der Softwareentwicklung lokale Anknüpfungspunkte für Software, die benutzt werden können, um ansonsten nur über komplexe Protokolle erreichbare Softwarekomponenten einfach anzusprechen und die Komplexität zu verbergen. Diese Kommunikationsanschlüsse werden im englischen Sockets genannt. Zum anderen werden auch rudimentäre Artikel als Stubs bezeichnet.
Stubs kommen insbesondere bei der Weiterentwicklung von Programmen in verteilten Systeme zur Anwendung:
Die Funktionalität eines entfernten, nur über ein Netzwerk erreichbaren Softwaresystems wird auf einem anderen System in Form einer Stub-Komponente zur Verfügung gestellt. Diese Stubkomponente kann von der Software des anderen Systems angesprochen werden, so als wäre die Funktionalität des entfernten Systems lokal vorhanden. Statt aber diese gewünschte Funktionen tatsächlich zu implementieren, übersetzt die Stub-Komponente die Anfragen in Netzwerkaufrufe, kommuniziert mit dem fernen System und delegiert die Aktion an dieses. Für das nutzende System bleibt dieser Kommunikationsvorgang verborgen, die Stub-Komponente verhält sich wie andere lokale Softwarekomponenten auch.
Der Programm-Komplex auf dem entfernten Rechner wächst damit stetig während des Betriebs.