Sandisk Sansa e2xx

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Inhaltsverzeichnis

Sandisk Sansa e280 MP3 Player


Auslieferungsstand

Der Sansa e280 wird werksseitig mit den Microsoft's kompatiblen Einstellungen des MTP ausgeliefert. Dies bedeutet, dass der Sansa in dieser Einstellung nicht automatisch an einem Fedora Linux PC als Multimedia Player erkannt wird. Es gibt jedoch 2 Möglichkeiten (USB-Protokolle) wie man Dateien auf den Sansa übertragen kann.

Das MTP Protokoll

Das Media Transfer Protocol (MTP) ist eine Weiterentwicklung des Picture Transfer Protocol, damit ist es möglich Daten zwischen Endgeräten und Computern zu übertragen. Damit wir dieses Protokoll nutzen können installieren wir Gnomad2 in der Version 2.8.11 oder höher.

yum install gnomad2

Nach der Installation und einem Start von gnomad2 sollte der MP3 Player sofort erscheinen und ein Zugriff möglich sein.

Das MSC Protokoll

Das MSC Protokoll ist ein Datei Transfer Protocol welches unter verschiedenen Betriebssystem wie Windows, Linux und MAC unterstützt wird.

Bei dieser Methode ändern wir die Werkseinstellung des Sansa MP3 Player's. Zuvor versichern wir uns, dass der Sansa nicht am USB Kabel angeschlossen ist. Dann schalten wir ihn über den "Menu" Knopf ein. Danach wählen wir an der Radsteuerung bis der Menüpunkt "Einstellungen" erscheint und bestätigen über die mittlere Taste. Jetzt drehen wir die Radsteuerung bis auf "USB Modus" und betätigen wieder die mittlere Taste. In einem neuen Fenster haben wir nun die Wahl zwischen dem MSC und MTP Modus. Wir wählen dann "MSC". Nun können wird den Player mit dem PC verbinden und auf dem Desktop sollte ein Icon mit der Beschriftung Sansa erscheinen. Damit wir die Dateistruktur des MP3 Player einsehen können, genügt ein Doppelklick auf das Desktop-Icon.

Datenaustausch mit Amarok

Mit der Multimedia Anwendung Amarok lassen sich auf einfache Art und Weise Daten mit dem Sansa austauschen. Dies funktioniert derzeit nur mit Amarok im MSC-Modus. Dazu wählt man in Amarok 'Settings - Configure Amarok - Media-Player'. Im nachfolgenden Bildabzug wird dargestellt, dass der Player als neue Gerätedevice /dev/sdc1 erkannt wurde.

Configure Amarok

Im nächsten Bildschirmabzug sehen wir, wie der Sansa als 'Generischer Media-Player' angesprochen werden kann. Der Sansa lässt sich in Amarok über das Symbol "3blaue Zahnräder im Menü 'Media-Player einrichten' konfigurieren. Hier wählen wir dann das Kommando für 'Befehl vor dem Verbinden'. In diesem Fall lautet das Kommando 'gnome-mount -d /dev/sdc1'. Das Kommando für 'Befehl nach dem Trennen' lautet 'gnome-mount -u -d /dev/sdc1'.

Generischer Media-Player

Im letzen Bildschirmabzug sehen wir, dass der Sansa nun die Dateien des Player anzeigt. Eine Verbindung zum Player kann nun über die Menüpunkte 'Verbinden' und eine Trennung über den Menüpunkt 'Trennen' durchgeführt werden.

Media-Player verbinden

Datenaustausch mit Rhythmbox

Damit eine Verbindung über MTP mit dem Sansa hergestellt werden kann muss die neueste bzw. mindestens libmtp in der Version 0.2.3 verwendet werden. Zudem muss Rhythmbox in der Version 0.11.2 mit der configure Option --with-mtp neu kompiliert werden. Beim ersten Start von Rhythmbox muss sichergestellt werden, dass das MTP Plugin aktiviert wurde. Aktivieren lässt sich dies in Rhythmbox unter 'Bearbeiten - Plugins "Portable Players - MTP".

Rhythmbox

Zusätzliche Tools

Mit dem Tool mtp-detect lassen sich MTP-Geräte und deren Informationen auslesen, dazu muss das Paket libmtp-examples installiert werden.

[root]# yum install libmtp-examples

Rockbox Firmware

Rockbox ist eine freie Linux basierte Firmware, die sich parallel zur originalen Sandisk Firmware installieren läßt. Damit unterstützt der Sansa auch 'Aufnahme' in MP3 und das Audio-Format OGG. Zudem gibt es diverse Oberflächen Themes, einen Tetris Klone und DOOM. Mit der Original Firmware kann nur über mp3-tags manövriert werden, mit Rockbox dagegen auch über einen Filebrowser. Es funktionieren auch microSDHC Karten mit Rockbox bis zu theoretisch 32 GB große Karten.

Rockbox Multimedia Formate

Hier nochmals die Zusammenfassung, mit welchen Audio/Video/Game Formaten der Sansa mit Rockbox umgehen kann:

  • Spiele: Tetris, Pacman, Recluse, breakage-bricks, Space Invaders, Snake, Jewels, Sudoku, Doom/Doom II and ihrer mehrfachen Varianten.
  • Emulationen der Spiele: GameBoy und Nes mit Rockboy und iNes sowie von ZX80 Spielen.
  • Alle Arten von Audio Formaten: [ MP3, OGG/Vorbis, FLAC, WavPack (wav), AC3 (A/52), AAC/MP4, ALAC (Apple Lossless), WMA ]
  • Bilder und Photos im jpeg-Format (jpg) ansehen.
  • Videos und Filme im Format MPEG1/MPEG2 oder MOV anschauen.
  • Anwendungen wie Rechner, Metronom, Stoppuhr, Textedito und noch mehr!.

Rockbox Firmware installieren

Eine deutsche Installationsanleitung findet man auf der folgenden Seite. Um die Installation der Rockbox Firmware unter Linux ausführen zu können, wird das Rockbox Utility benötigt. Zuvor laden wir uns das TAR-Paket herrunter, entpacken es und führen es dann mit dem Kommando rbutilqt aus.

Rockbox Installation
tar xfj rbutilqt-v1.0.9.tar.bz2
cd rbutilqt
./rbutilqt

Anschliessend wird eine vollständige Installation empfohlen. Die restlichen Schritte der Installation sind selbserklärend.

MPEG2 Video aus VDR Aufnahme erstellen

Mit dem Kommando mencoder (aus dem Paket MPlayer) lässt sich eine VDR-Aufnahme in das entsprechende MPEG2 Bildformat konvertieren. Das so erstellte Video hat eine Auflösung von 220 x 176 Bildpunkten und wird automatisch um 90 Grad gedreht.

mencoder 001.vdr -of mpeg -oac lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=192 -af resample=44100:0:0 -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg2video:vbitrate=600 \
-vf scale,harddup -ofps 25 -zoom -xy 220 -o video.mpg

Audiospur ermitteln

Sollte die Aufnahme mehrere Audiospuren enthalten z.B. englisch und deutsch, dann kann man die Audio-ID (aid) mit Hilfe von mplayer ermitteln, das Kommando hierzu lautet.

mplayer 001.vdr -v | grep "audio stream"

Die Ausgabe sieht bei 2 Spur Audio Dateien dann in etwa so aus:

==> Found audio stream: 1
==> Found audio stream: 0

Hinter der Stream Nummer 1 verbirgt sich die Original Audiospur Englisch und bei Stream Nummer 0 die deutsche Übersetztung.

Möchte man nun, dass das konvertierte Video die deutsche Tonspur enhält, dann muss das Kommando zum konvertieren entsprechend angepasst werden.

mencoder "001.vdr" -of mpeg -aid 0 -oac lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=192 -af resample=44100:0:0 -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg2video:vbitrate=600 \
-vf scale,harddup -ofps 25 -zoom -xy 220 -o video.mpg

VDR Aufnahmen mit vlc konvertieren

Als Alternative zu Mencoder/MPlayer kann vlc angesehen werden, auch mit diesem Player lassen sich Aufnahmen in das entsprechende Format konvertieren. Das Kommando hierzu lautet:

vlc -vvv '001.vdr' --audio-channel 1 --sout '#transcode{vcodec=mp2v,vb=600,acodec=mp3,ab=128,samplerate=44100,channels=2,width=220,height=176,deinterlace}\
:std{access=file,mux=ps,url=video.mpg}'

Kaffeine Aufnahmen mit mencoder konvertieren

Aufnahmen von Kaffeine liegen gewöhnlich im m2t (Mpeg2 transport stream) Format vor und lassen sich mit Hife des mencoder Kommandos konvertieren.

mencoder DVBLive-20071230T005728.m2t -of mpeg -oac lavc \
-lavcopts \ acodec=mp2:abitrate=192 -af resample=44100:0:0 -ovc lavc \
-lavcopts vcodec=mpeg2video:vbitrate=600 -vf scale,harddup \
-ofps 25 -zoom -xy 220 -o Name_des_Filmes.mpg

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