Samba Freigaben anlegen

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Der folgende Artikel beschreibt die Einrichtung von Samba-Freigaben mithilfe des grafischen Systemtools system-config-samba. Damit ist es auf einfache Weise möglich, Ordner z.B. für Windows-PCs freizugeben.

Inhaltsverzeichnis

Installation

Falls noch nicht geschehen, sollte das Tool zuerst einmal installiert werden:

[root]# yum install system-config-samba

Das installiert gegebenfalls auch die benötigten samba-Pakete nach.

Gestartet wird dieses dann entweder aus dem Gnome-Menü unter System -> Administration -> Servereinstellungen -> Samba oder direkt aus einem Terminal:

system-config-samba

In beiden Fällen wird dabei das root-Passwort abgefragt.

Konfiguration des Servers

Samba Server-Einstellungen-1.png

Am Anfang muss Samba noch konfiguriert werden. Dies geschieht über den Menüpunkt Einstellungen -> Servereinstellungen. Die Angaben im Reiter Basis sind für die Einordnung in ein bestehendes Netzwerk gedacht. Für Arbeitsgruppe sollte derselbe Name verwendet werden, wie ihn auch die Windows-PCs verwenden oder diese in die Arbeitsgruppe des Samba-Servers eingeordnet werden. Die Beschreibung ist dabei optional. Im Reiter Sicherheit sind dagegen grundlegende Einstellungen zu treffen. Samba unterscheidet z.B. zwischen verschiedenen Authentifizierungsmodi:

  • ADS: Der Samba-Server agiert dabei als Teil einer Active Directory Domäne. (Siehe dazu auch das Samba (ADS)-Howto.)
  • Domäne: Der Samba-Server überprüft den Benutzer durch einen Windows Domänencontroller. Hierfür müssen die Passwörter verschlüsselt werden (siehe weiter unten).
  • Server: Der Samba-Server gibt Benutznamen und Passwort an einen anderen Sambaserver weiter, der im Netbios-Feld eingetragen werden muss.
  • Share: Solange keine Freigaben eines Servers angewählt werden, muss kein Benutzername und Passwort eingegeben werden.
  • Benutzer: Benutzer müssen einen gültigen Benutzernamen und Passwort zum Anmelden eingeben. Diese Option sollte gesetzt werden, wenn man sich mit Windowsbenutzernamen verbinden möchte.
Samba Server-Einstellungen-2.png

Das voreingestellte Share kann dabei in den meisten fällen beibehalten werden.

Die zusätzlichen Optionen sind dann teilweise ausgegraut - abhängig von dem verwendeten Authentifizierungsmodus:

  • Authentifizierungsserver:
  • Kerberos Realm:
  • Passwörter verschlüsseln: Sollte bei Benutzung von neueren Windowsversionen generell auf "Ja" stehen.
  • Guest-Account: Falls sich Benutzer als Gast zu dem Samba-Server verbinden, muss dieser spezielle Benutzer einem lokalen Benutzer zugeordnet werden. Die Gäste haben dabei dieselben Rechte, wie der eingestellte Linux-Benutzer.


Konfiguration der Benutzer

Samba Benutzer anlegen.png

Nach den Servereinstellungen müssen auch noch spezifische Samba-Benutzer angelegt werden. Dabei werden bestehenden Linux-Benutzernamen Windows-Benutzernamen zugeordnet. Diese müssen dabei nicht übereinstimmen. Ist z.B. der Name eines Linux-Benutzer Torben, der eines Windowsbenutzers aber Torb können diese so zusammengefasst werden. Der Windowsbenutzer Torb hat dabei die Dateirechte (falls nicht anders geregelt) vom Linuxbenutzer Torben. Ebenso muss ein Passwort vergeben werden, dass dabei idealerweise mit dem verwendete Passwort von Windows übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, muss es bei Verbindung zum Sambaserver eingegeben werden.



Anlegen von Freigaben

Nach der Konfiguration des Samba-Servers kann es nun zu dem Anlegen von Freigaben kommen. Als Freigaben gelten hier Ordner im Linuxdateisystem. Es sollte dabei beachtet werden, dass diese idealerweise für alle Sambabenutzer zumindest lesbar sind.

Samba Share anlegen-1.png

Um eine Freigabe anzulegen genügt ein Klick auf das +-Symbol oder der Aufruf des Menüpunktes Datei -> Share hinzufügen. Anschließend muss ein Verzeichnis ausgewählt werden (über Browsen) und ein Freigabename eingegeben werden. Dieser ist später die Adresse der Freigabe, wie z.B. //IP-Adresse/Freigabename unter Linuxsystemen oder \\IP-Adresse\Freigabename unter Windowssystemen. Ebenso ist es der Name, der im jeweiligen "Netzwerkbrowser" angezeigt wird. Eine Beschreibung ist dabei optional. Wenn der Punkt beschreibbar angekreuzt wird, ist es dabei auch möglich, Daten innerhalb der Freigabe anzulegen, mit sichtbar ist gemeint, dass die Freigabe auch über den Netzwerkbrowser einzusehen ist und nicht ausschließlich über die direkte Eingabe der Adresse aufrufbar ist.

Samba Share anlegen-2.png

Im Reiter Zugang kann dabei der Zugriff auf die Freigabe reglementiert werden. Zum einen ist es möglich, jedem Benutzer den Zugriff zu erlauben (ebenso wie z.B. das im anderen Reiter eingestellte beschreiben der Freigabe). Aber es können auch nur bestimme Benutzer zugelassen werden. Aufgelistet werden dabei nur die vorher angelegten Samba-Benutzer.



Siehe auch