SELinux-Basics

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SElinux bietet drei verschiedene Betriebszustände an, die sich unterschiedlich auf den Sicherheitsgrad auswirken. Diese Zustände sind

  • Enforcing - Hier wird die aktuell gewählte SELinux-Policy voll durchgesetzt
  • Permissive - Anstelle der Durchsetzung der Policy wird lediglich eine Warnung ausgegeben
  • Disabled - SELinux ist deaktiviert

Ferner kann man einstellen, wie die SELinux-Policy das System sichern soll

  • Targeted - Es werden nur ausgewählte Netzwerkdienste geschützt
  • Strict - Sämtliche Richtlinien der Policy werden angewendet

Diese Werte werden in der Datei /etc/selinux/config eingetragen und können mit Hilfe des Befehls sestatus abgefragt werden. Darüber hinaus erfährt man so die Version der eingesetzten Policy.

In den Standardeinstellungen von Fedora (und auch RHEL/CentOS) wird SELinux im Enforcing- Modus mit der Richlinie targeted betrieben.

Dienste

Es gibt in Fedora respektive RHEL/CentOS einige Dienste, die in direktem Zusammenhang mit SELinux stehen. Diese Dienste sind

  • mcstransd - Dämon für SELinux-Kontextweiterleitung
  • restorecond - stellt den korrekten Sicherheitskontext bestimmter neuer Dateien her
  • auditd - Auditing-Dämon zur Überwachung von Änderungen und Warnungen durch SELinux
  • setroubleshootd - Dämon, der Hilfe bei Problemen anbietet

Diese Dienste sind per default aktiviert, es schadet allerdings nicht, sie auszuschalten. Dabei gehen dem Anwender allerdings die entsprechenden Informationen verloren.


Siehe auch