SATA

Aus Fedorawiki.de

Wechseln zu: Navigation, Suche

Serial ATA (oder SATA) ist heute als Nachfolger der bisherigen parallelen ATA-Schnittstelle in fast jedem aktuellen Rechner vorhanden. Erste Treiber für SATA-Chipsätze wurden mit der Version 2.6 des Linux-Kernels in Fedora integriert und seit Fedora Core 3 ist die Unterstützung für die am weitesten verbreiteten Chipsätze gut umgesetzt. Sie umfasst sowohl die häufigsten professionellen SATA-Hostadapter als auch nahezu alle auf dem Markt befindlichen Consumer-Chipsätze.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Eine Übersicht über die am häufigsten vorkommenden Consumer-Chipsätze und ihre Treiber stellt die folgende Tabelle dar.

Übersicht Serial ATA-Treiber
Hersteller bediente Chipsätze Treiber (Name des Kernelmoduls)
Intel ICH5/ICH6/ICH7/ICH8/ICH9 * ahci, ata_piix
Marvell Marvell SATA Controller-Chips sata_mv
Nvidia nForce 3/4/Pro * sata_nv
Promise PDC20xxx sata_promise, sata_sx4
Silicon Image 3112/3114/3124/3132/3512/3512A/3514 * sata_sil, sata_sil24
Silicon Integrated Systems (SiS) SiS 964/965 Southbridge * sata_sis
ULi (vorher ALi) M1567/1573/1575 Southbridge, M5285/ M5283/M5281 sata_uli
VIA VIA VT8237/VT8251 Southbridge * sata_via

* RAID-Funktionen dieser Chipsätze werden unterstützt, sind aber u.U. nicht vollständig implementiert

Ferner stellen verschiedene Anbieter von SATA-Hostcontrollern vorkompilierte binäre Treiber für verschiedene Linux-Distributionen zur Verfügung.

Installation

Eine Neuinstallation von Fedora auf einem System mit Serial ATA-Festplatten birgt die geringsten Probleme. Im Allgemeinen erkennt der Installer die Chipsätze der angeschlossenen Serial ATA-Controller und lädt die entsprechenden Treiber automatisch. Wird der Controller beim Bootvorgang nicht erkannt, sollte man die Installation mit dem Parameter "askmethod" oder "noprobe" starten, um im Anschluß den geeigneten Treiber manuell laden zu können.

Wer eine zusätzlichen SATA-Controller Linux installiert hat, findet mit dem Befehl

[root]# lspci

heraus, welcher Chipsatz sich darauf befindet.

Für einen (integrierten) Controller mit Intel ICH5 (Mainboards mit Intel 865/875 Chipsatz) sieht die Ausgabe wie folgt aus

IDE interface: Intel Corporation 82801EB (ICH5) SATA Controller (rev02)

Für einen (externen) Hostcontroller mit einem Silicon Image 3114-Chipsatz sieht das Ergebnis etwa so aus

RAID bus controller: Silicon Image, Inc. SiI 3114 SATALink/SATARaid] Serial ATA Controller (rev 02)

Wenn man weiß, welcher Typ von Chipsatz auf dem Controller arbeitet, kann man mit dem Befehl

[root]# modprobe

das dazugehörige Kernelmodul laden. Für den obengenannter Controller von Silicon Image wäre das

modprobe sata_sil

Zur Überprüfung, ob das Modul läuft, führt man

[root]# lsmod

aus und sucht nach dem geladenen Modul. Ist es vorhanden, sollte man durch einen Neustart überprüfen, ob das Modul bei jedem Start geladen wird. Danach kann man eine Festplatte anschließen und prüfen, ob sie vom System erkannt wird und ansprechbar ist.


Schlussbemerkungen

Die meisten Serial ATA-Chipsätze werden unter Linux aktuell per libata + den entsprechenden Treiber angesprochen. Daher erscheinen die angeschlossenen Festplatten zwar wie ein SCSI-Gerät (sd), sind aber je nach Grad der Implementierung ATA-kompatibel. Eine Übersicht über die Fähigkeiten von libata findet man unter http://linux-ata.org/features.html.


Weiteres