PulseAudio

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PulseAudio ist ein Audioserver wie ESD oder aRts. Mit ihm kann man nicht nur lokal, sondern auch remote Sound wiedergeben. PulseAudio ist binär kompatibel zu ESD, das bedeutet dass GNOME-Programme ohne Änderungen mit PulseAudio zusammenarbeiten. Es sind jedoch auch Plugins für ALSA, OSS u. JACK vorhanden.

PulseAudio ist seit Fedora 7 verfügbar und muss ggf. nachinstalliert werden.

Inhaltsverzeichnis

Installation von PulseAudio

Für eine minimale Installation genügt

[root]# rpm -e esound
[root]# yum install alsa-plugins-pulseaudio pulseaudio-esound-compat pulseaudio-utils

Für eine Installation mit allen grafischen Programmen benötigt man noch

[root]# yum install padevchooser
[root]# yum install paman
[root]# yum install paprefs
[root]# yum install pavucontrol
[root]# yum install pavumeter


Beschreibung der Pakete

  • padevchooser: simples Panelicon zum Konfigurieren von PulseAudio
  • paman: PulseAudio Manager
  • papref: erweiterte Konfiguration von PulseAudio
  • pavucontrol: Lautstärkenregelung
  • pavumeter: Lautstärkenmesser


Starten und Nutzen des Dienstes

Der Dienst wird mit

pulseaudio -D

gestartet. Das Icon fürs Panel bekommt man mit

padevchooser &

PulseAudio leitet (fast) jeden Audiostream um, d. h. man muss keine weiteren Einstellungen mehr vornehmen. Wenn ein Programm PulseAudio nativ unterstützt, dann sollte es auch entsprechend konfiguriert werden, z. B. mplayer:

mplayer -ao pulse Dateiname


Systemweiter Dienst

<b>Achtung</b> <b>Achtung:</b> Der systemweite Dienst funktioniert nicht mit ESD-Programmen.

Der Soundserver wird jedoch für jeden User einzeln gestartet. Bei Multiusersystemen bringt das nur Probleme mit sich und verschwendet Ressourcen. Deshalb kann auch ein Systemweiter Server eingerichtet werden, zu dem sich jeder User connected.

Dazu benötigt der Benutzer pulse Zugriff auf die Hardware, also editiert man die Datei /etc/security/console.perms.d/50-default.perms. Am Ende des ersten Absatzes sollte

<sound>=/dev/dsp* /dev/snd/*

stehen, und am ende der Datei fügt man noch folgendes ein:

<console>  0666 <sound>      0600 root


Dann ändert man das Home-Verzeichnis des Users pulse noch auf /var/run/pulse, indem man die Datei /etc/passwd editiert, z. B.:

pulse:x:492:488:PulseAudio daemon:/var/run/pulse:/sbin/nologin


Nun muss noch ein Plugin deaktiviert werden, da PulseAudio sonst nicht starten würde: in der Datei /etc/pulse/default.pa werden alle Zeilen des Moduls module-X11-publish mit einem # auskommentiert.

### Publish connection data in the X11 root window
# .ifexists /usr/lib/pulse-0.9/modules//module-x11-publish.so
# load-module module-x11-publish
# .endif


Damit der Dienst bei jedem Boot startet tragt man ihn noch in die Datei /etc/rc.local ein. Am ende der Datei sollte folgendes stehen:

# Starte PulseAudio...
echo "/usr/bin/pulseaudio -D --system --log-target=syslog"
/usr/bin/pulseaudio -D --system --log-target=syslog

Alternativ kann diese Script benutzt werden: pulsed. Dieses wird nach /etc/rc.d/init.d/ kopiert und ausführbar gemacht.

Zu guter letzt werden noch alle User die PulseAudio benutzen dürfen/sollen zur Gruppe pulse-access hinzugefügt.

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