Prozessortakt regulieren und einstellen

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Falls bei dem einen oder anderen die automatische Taktung der CPU nicht auf Anhieb funktioniert, muss hier ein wenig nachgeholfen werden.

Voraussetzungen dafür sind die Dienste acpid und cpufreq. Man kann das recht schnell überprüfen, in dem man folgenden Befehl im Terminal eingibt

chkconfig --list | grep acpid

bzw.

chkconfig --list | grep cpufreq

Ferner muss für den Prozessor ein passender cpufreq-Treiber vorhanden sein.

Pentium 4-Prozessoren benötigen bspw. das Modul p4-clockmod, die meisten anderen Prozessoren (z.Bsp. Pentium M oder AMD Athlon) bedienen sich fest einkompilierter Treiber.

Der zuständige Treiber wird, falls nicht automatisch erkannt, in der Datei /etc/sysconfig/cpuspeed festgelegt, hierfür ist die Zeile DRIVER= zuständig.

Zusätzlich zum Treibermodul kann auch ein sog. Governor eingestellt werden. Dieser legt ein bestimmtes Profil für die Taktung des Prozessors fest. Das Ganze wird durch die Zeile GOVERNOR= bestimmt. Mögliche Werte dafür sind

  • cpufreq_ondemand
  • cpufreq_conservative
  • cpufreq_powersave

Per default wird das Profil ondemand eingestellt. Wer keine speziellen Anforderungen hat, kann dies auch dabei belassen.

Will man dagegen ein ganz eigenes Profil erstellen und den Prozessor bspw. in einem ganz bestimmten Frequenzbereich halten, bieten sich hierfür die Zeilen MAX_SPEED= und MIN_SPEED= an. Die hier einzutragenden Werte kann man mit Hilfe des Terminalbefehls

cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies

herausfinden. Dabei sollte man darauf achten, das der maximale Wert nicht kleiner als der minimale ist.

Weitere Feineinstellungen kann man über die Zeilen UP_THRESHOLD= und DOWN_TRESHOLD vornehmen. Diese legen den Prozentsatz der Last fest welcher über- oder unterschritten werden muss, damit die Frequenz ein Stufe herauf oder herunter getaktet wird. Die Werte sind allerdings schon soweit sehr gut vorkonfiguriert und sollten hier nicht geändert werden.

Wichtig für alle Änderungen in der Datei /etc/sysconfig/cpuspeed ist, das anschließend der Dienst cpufreq neu gestartet werden muss, um die Änderungen wirksam werden zu lassen.