Proprietär
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Proprietär bezeichnet in der Freie-Software-Bewegung Software, die nicht frei ist, also nicht unter einer Open Source Lizenz steht.
Proprietär bezeichnet ebenso Dateiformate, Protokolle usw., die nicht „offenen“ oder „freien“ Standards entsprechen, d.h. solchen Standards, die mit freier Software implementierbar sind.
Beispiele für proprietäre Dateiformate sind das MS-Word-Format oder das WMA-Format. Beispiele für nicht proprietäre, offene Formate sind Ogg Vorbis, das Portable-Network-Graphics-Format oder das HTML-Format. Beispiele für proprietäre Software sind Microsoft Windows, Adobe Photoshop, AutoCAD, Macromedia Flash oder PhotoLine 32.
Sicherheitsprobleme
Proprietäre Software und proprietäre Datenformate bergen potentiell eine Reihe von Gefahren, deren man sich bewusst sein sollte:
- Die technischen Einzelheiten sind oft gar nicht oder nur unzureichend dokumentiert, so dass beispielsweise die Qualität/Sicherheit von Verschlüsselungsalgorithmen nicht überprüft werden kann und die Anwender allein auf die Angaben des Herstellers vertrauen müssen.
- Beim Wechsel auf eine neuere Version einer Software können unvorhersehbare Änderungen auftreten, einerseits in der Software selbst, andererseits in den Datenformaten.
- Beim Datenaustausch mit Programmen anderer Hersteller können Probleme auftreten.
- Der Benutzer wird an eine bestimmte Software gebunden.
Grundsätzlich bestehen diese Gefahren auch bei nicht proprietärer Software. Jedoch hat der Benutzer die Möglichkeit, dies mit mehr oder weniger Aufwand zu ändern.

