Partitionierung unter Linux
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Festplatte unter Linux eigentlich partitioniert werden sollte.
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Hintergrund
Aktuelle Festplatten bieten meist genug Platz, um sie in mehrere voneinander unabhängige Bereiche zu unterteilen. Der Grund für eine solche Partitionierung kann darin liegen, dass man verschiedenen Bereichen zum Beispiel verschiedene Aufgaben zuordnen will, dass man mehr als ein Betriebssystem auf dem Computer nutzen will oder aber dass man den Bereich der persönlichen Daten unabhängig von der Systempartition halten will.
Die "perfekte Partitionierung"
Desktop
Auf einem Desktop werden die meisten Daten üblicherweise im /home/-Verzeichnis des Nutzers gespeichert. Da diese Daten selbst im Falle eines totalen Betriebssystem-Crashes nicht verloren gehen sollten, ergibt es Sinn, sie auf eine eigene Partition auszulagern. Außerdem ist es bei Rechnern mit weniger als 1 GB RAM oder bei Rechnern, die häufiger arbeitsspeicherintensive Anwendungen betreiben, sinnvoll, eine Swap-Partition zu erstellen. Wenn geplant ist, später einmal den Stand-By-Modus Suspend to RAM zu nutzen, muss die Swap-Partition dabei größer sein als der verfügbare Arbeitsspeicher. Zu guter Letzt bleibt noch die Systempartition, die das ganze System samt der Programme fasst.
| Partitionierung eines Linux-Desktops | ||
|---|---|---|
| Partition | Empfohlener Platz | |
| / oder Wurzelverzeichnis | etwa 8 bis 12 GB | |
| Swap-Partition | etwa 512MB | |
| /home | der Rest | |
Server
Bei Servern werden üblicherweise kaum Daten im Home-Verzeichnis gespeichert, weswegen hier eine eigene Partition entfällt. Dafür werden die meisten Daten im Verzeichnis /var/ abgelegt. Bei einem www-Server zum Beispiel ist das wichtige Verzeichnis /var/www/.
| Partitionierung eines Linux-Servers | ||
|---|---|---|
| Partition | Empfohlener Platz | |
| / oder Wurzelverzeichnis | etwa 8 bis 12 GB | |
| Swap-Partition | etwa 512MB | |
| /var | der Rest | |
Vorteile und Nachteile
Der Vorteil einer Partitionierung besteht darin, dass z. B. bei einer Neuinstallation eines Betriebssystems im Normalfall nur die Partition neu beschrieben wird, auf der das Betriebssystem auch vorher schon war. Hat man die persönlichen Daten und Einstellungen auf eine andere Partition ausgelagert, werden sie dabei nicht angetastet, was einen erheblichen Zugewinn an Datensicherheit bedeutet.
Da ein Linux so konfiguriert werden kann, dass einem Nutzer gar nicht auffällt, auf welcher Partition er gerade arbeitet, ist ein solches Vorgehen für den alltäglichen Arbeitsablauf mit keinen echten Nachteilen verbunden. Kritisch wird es erst dann, wenn man herausfindet, dass eine Partition zu klein ist. Eine vorhandene Partition zu verkleinern oder zu vergrößern ist nicht immer möglich und nicht unbedingt sicher. Ein Datenbackup ist dann unverzichtbar.