On-Access Scanner

Aus Fedorawiki.de

Wechseln zu: Navigation, Suche


Edit.png Dieser Artikel ist noch nicht vollständig. Du kannst helfen, ihn zu bearbeiten.

Inhaltsverzeichnis

On-Access Scanner

Dieses HOWTO beschreibt, wie man on-access virus scanning mit Clamuko (clamd und Dazuko, d.h. nur mit freier Software) auf Fedora Kernel 5, 6, 7 oder 8 ermöglicht. Es sollte damit auch auf älteren Fedora Versionen funktionieren.

Programm-Abhängigkeiten installieren

Als Beispiel dient die Kernelversion 2.6.23.9-85.fc8 i686. Im ersten Schritt überprüfen wir, ob das Paket kernel-devel installiert ist.

rpm -q kernel-devel

Ausgabe z.B.:

kernel-devel-2.6.23.9-85.fc8

Installierte Kernel Version ermitteln

rpm -q kernel

Ausgabe z.B.:

kernel-2.6.23.9-85.fc8

yum-utils installieren

Es wird das Programm yumdownloader aus den yum-utils benötigt um die Kernel-Sourcen bequem herunterladen zu können.

[root]# yum install yum-utils


Installierte Kernel Version ermitteln

rpm -q kernel

Ausgabe z.B.:

kernel-2.6.23.9-85.fc8

Kernel-Sourcen

Kernel-Sourcen herunterladen

[root]# yumdownloader --source kernel

Kernel-Sourcen installieren

[root]# rpm -ivh kernel-$(uname -r).src.rpm

Sparse installieren

[root]# yum install sparse

Kernel-Sourcen entpacken

In das /usr/src/redhat/SPECS wechseln

[root]# cd /usr/src/redhat/SPECS

und das Paket entpacken

[root]# rpmbuild -bp --target $(uname -m) kernel.spec

Kernel-Quelle verschieben

Die Quellen befinden sich jetzt unter /usr/src/redhat/BUILD/kernel-2.6.23/, wir wollen diese jedoch nach /usr/src/ verschieben.

[root]# mv /usr/src/redhat/BUILD/kernel-2.6.23/linux-2.6.23.i686/ /usr/src/

Link auf die aktuellen Kernelsourcen erstellen

Dann wechseln wir in das Verzeichnis /usr/src und legen dort einen Link an, der auf die aktuellen Kernelsourcen zeigt.

[root]# cd /usr/src

Link zu den Sourcen

[root]# ln -s linux-2.6.23.i686/ linux

Neuen Kernel mit Capabilities Modul Unterstützung erstellen

Die Capabilitiy Unterstützung ist im Fedora 8 Kernel bereits fest einkompiliert, um jedoch das dazuko Modul laden zu können wird ein Kernel mit Capability als Modul benötigt.

Kernel Makefile editieren

Zum editieren der Datei kann ein beliebiger Editor verwendet werden, z.B. nano, kedit, vim usw.

cd /usr/src/linux-2.6.23.i686
vim Makefile

Die Zeile EXTRAVERSION

EXTRAVERSION = -prep

abändern in:

EXTRAVERSION = .9-85_dazuko.fc8

Kernel kompilieren

Hierzu kopieren wir uns zuerst die originale Kernel Konfigurationsdatei.

cp /boot/config-2.6.23.9-85.fc8 /usr/src/linux/.config
make oldconfig
make menuconfig --> Security options --> Default Linux Capabilities auf M (MODUL) setzten --> EXIT und SAVE 
make && make bzImage && make modules && make modules_install && make install

Nach erfolgreichem Kompilieren des Kernel liegt das neue Kernelmodul im Verzeichnis

/lib/modules/2.6.23.9-85_dazuko.fc8/kernel/security/capability.ko

Neustart des Rechner

Nun starten wir den Rechner mit dem neuen Kernel 2.6.23.9-85_dazuko.fc8

Dazuko kompilieren

[root]# http://www.dazuko.org/files/dazuko-2.3.4.tar.gz
[root]# tar xfz dazuko-2.3.4.tar.gz
[root]# cd dazuko-2.3.4
[root]# ./configure --mapfile=/boot/System.map-`uname -r` --sct-readonly && make
[root]# chmod 744 dazuko.ko
[root]# make install

Dazuko und Capability Modul laden

An dieser Stelle ist es wichtig in welcher Reihenfolge die Module geladen werden. Zuerst muss das Modul dazuko und dann das Modul capability geladen werden.

[root]# mknod -m 600 /dev/dazuko c 254 0
[root]# chown root:root /dev/dazuko
[root]# modprobe dazuko
[root]# modprobe capability

Wurde das Modul dazuko und capabilitiy geladen

[root]# lsmod |grep dazuko

dazuko 54604 0
commoncap 11136 2 capability,dazuko

[root]# lsmod |grep capability

capability 9096 0
commoncap 11136 2 capability,dazuko

clamd installieren

Dazu installieren wir clamav-server mit yum

yum install clamav-server

clamd konfigurieren

Hierzu erstellen wir uns die Datei /etc/clamd.conf mit folgendem Inhalt:

LocalSocket clamuko
ClamukoScanOnAccess
ClamukoScanOnOpen
ClamukoScanOnClose
ClamukoScanOnExec
ClamukoIncludePath /
ClamukoExcludePath /dev
ClamukoExcludePath /proc
ClamukoExcludePath /sys


<b>Achtung</b> <b>Achtung:</b> Die Verzeichnis die vom Scan ausgeschlossen werden sollen (ExcludePath) dürfen nicht vergessen werden, da sonst der komplette Rechner wegen Systemauslastung hängen kann.
<b>Anmerkung</b> <b>Anmerkung:</b> Die Module capability und dazuko müssen nach jedem Neustart des Rechner erneut geladen werden, sowie der Dienst clamd gestartet werden

Weitere Informatioen können aus der Readme Datei entnommen werden. /usr/share/doc/clamav-server-0.90.2/README,