Nvidia alt
Aus Fedorawiki.de
Die Installation des Nvidia-Grafiktreibers unter Fedora Core ist relativ einfach.
Inhaltsverzeichnis |
Installationsarten
Egal, welche Installationsart man wählt - am Anfang steht immer ein Backup der bestehenden Konfigurationsdatei. Dafür reicht es, als root folgenden Befehl einzugeben:
cp /etc/X11/xorg.conf /root/xorg.conf.backup.`date +%F`
Dadurch wird in roots Verzeichnis eine Sicherungskopie der Konfigurationsdatei erstellt, die im Namen um das Wort backup und das aktuelle Datum erweitert ist.
Automatische Installation
Auf den Seiten von Livna.org werden speziell vorbereitete Nvidia-Treiberpakete zur Verfügung gestellt. Um diese zu bekommen, muss man die Livna.org-Paketquellen in yum eintragen. Näheres dazu findet man unter yum.
Ist dies getan, kann man unter FC5 mit dem Befehl
yum install kmod-nvidia
oder für Kernel mit Multiprozessor Unterstützung
yum install kmod-nvidia-smp
die Treiber installieren. Unter FC4 ist dafür der Befehl
yum install kernel-module-nvidia-$(uname -r)
notwendig. Danach muss X neu gestartet werden, um die Grafiktreiber zu laden, fertig.
Installation von Hand
Ein anderer Weg ist das Installieren der Treiber von Hand. Dieser Weg sollte nur von erfahrenen Nutzern gegangen werden, die wissen, was sie tun, oder bestimmte Gründe haben.
Voraussetzungen
Unter Fedora Core 1 ist das Paket kernel-source notwendig. Dieses installiert man einfach mittels yum:
su - yum install kernel-source
Unter Fedora Core 4 benötigt man das Paket kernel-devel, das man ebenfalls mittels Yum installieren kann:
su - yum install kernel-devel
Herunterladen des Treibers
Den Treiber findet man unter nvidia.com ("Graphics Drivers"). Für die meisten User dürfte Linux IA32 die passende Wahl darstellen, Besitzer eines AMD64- oder EM64T-Rechners greifen zu Linux AMD64.
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Anmerkung:
Es hat sich gezeigt, dass die Version von nvidia.com meist aktueller als die von nvidia.de ist. |
Eigentliche Installation
Der Treiber lässt sich nur installieren, wenn im Hintergrund kein X-Server läuft, d. h., man begibt sich mittels der Tastenkombination
[Strg]+[Alt]+[F2]
in eine virtuelle Konsole, meldet sich als root an und wechselt in das 3. Runlevel mittels:
init 3
Anschließend wechselt man in das Verzeichnis, in das der Nvidia-Treiber heruntergeladen wurde, macht die Datei ausführbar und führt sie schließlich aus:
cd verzeichnis chmod +x NVIDIA-Linux-x86-1.0-4496-pkg2.run ./NVIDIA-Linux-x86-1.0-4496-pkg2.run
Nachdem das Kernel-Modul erfolgreich gebaut wurde, ist es nötig, den Nvidia-Treiber in die Konfiguration des X-Servers zu übernehmen.
In der Datei /etc/X11/xorg.conf werden nun folgende Änderungen vorgenommen:
| Code: |
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Section "Module" Load "glx" #Load "dri" #Load "GLcore" Section "Device" #Driver "nv" Driver "nvidia" |
Bei Fedora Core 3 ist folgende Änderung nötig, damit der Treiber beim Booten initialisiert wird:
| Code: |
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{{{2}}} |
Nach dem Speichern der Änderungen kann man mittels
init 5 ; exit
wieder in den grafischen Modus wechseln (durch den exit-Befehl wird man aus der virtuellen Konsole ausgeloggt). Wenn dich beim Starten des X-Servers das Nvidia-Logo begrüßt, ist alles gut gelaufen.
Alternativ mit Apt/Synaptic unter FC2
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Achtung:
Ob dieses Vorgehen auch unter FC3 funktioniert, habe ich leider bisher noch nicht getestet. Eventuell sind die Pakete auch in den Repos für Yum enthalten. |
1. Zunächst sollte man mit Yum die Pakete Apt und Synaptic installieren. Ruft man nun Synaptic auf, sind im Idealfall schon passende Quellen für Fedora eingetragen. Diese müssen ggf. nur noch aktiviert werden. Sollten keine Quellen eingetragen sein, sei hier für weitere Recherche nur kurz auf [1], [2], [3] und [4] verwiesen.
2. In Synaptic findet man neben aktuellen Kernels auch die passenden Nvidia-Treiber zur Installation. Beide kann man nun sehr komfortabel installieren.
3. Um die Treiber zu aktivieren, müssen noch 2 Dinge gemacht werden:
3.1. Unter /etc/X11/xorg.conf.nvidia findet sich ein automatisch generiertes Konfigfile für Xorg. Mit diesem ersetzt man (nach einer Sicherungskopie ;-) die alte xorg.conf.
3.2. Weiterhin muss das Modul beim Start noch geladen werden. Dies geschieht, indem man in die /etc/modprobe.conf (ab FC2) bzw. /etc/modules.conf (bei FC1) die Zeile "alias char-major-195 nvidia-1_0-6xxx" einträgt. Hierbei muss xxx mit der aktuellen Versionsnummer ersetzt werden.
4. Nach einem Neustart sollte der schöne X-Schirm mit den Nvidia-Treibern starten.
Installation des (alten) Treibers 6629 unter neuen Kerneln
Für viele gilt der 6629-Treiber immer noch als einer der stabilsten NVIDIA-Treiber. Z.B. macht er mit der (experimentellen) Option "RenderAccell" kaum/keine Probleme, wo bei neueren Treibern Freezes des X-Servers an der Tagesordnung sind. Im Folgenden soll einmal eine Möglichkeit der Installation dieses Treibers unter neuen Kerneln beschrieben werden. Eine evtl. vorhandener Treiber oder Treiber-Pakete von rpm.livna.org müssen vorher entfernt werden.
1. Herunterladen des Treibers von hier: http://www.nvidia.com/object/linux_display_ia32_1.0-6629.html (Prüft am besten auch gleich, ob Eure Grafikkarte unterstützt wird)
2. Herunterladen des benötigten Patches von hier: http://www.nvnews.net/vbulletin/showthread.php?t=56926
3. Erstellt am besten ein Verzeichnis /usr/src/nvidia, in das Ihr das Treiberpaket und den Patch kopiert. (Im folgenden wird davon ausgegangen, dass Ihr Euch in diesem Verzeichnis befindet).
4. Auspacken des Treibers:
sh NVIDIA-Linux-x86-1.0-6629-pkg1.run -x
5. Patchen des Treibers:
cd NVIDIA-Linux-x86-1.0-6629-pkg1 patch -p0 < ../NVIDIA-1.0-6629-02.28.2005+warpxmod-09.24.2005.diff.txt
6. Wechseln in Runlevel 3:
init 3
7. Bauen des Treibers für den laufenden Kernel
./nvidia-installer -a -n
8. Bearbeiten der xorg.conf (siehe Punkt Konfigurationsmöglichkeiten)
9. X-Server testen:
startx
10. Wenn das Nvidia-Logo angezeigt wurde und der X-Server gestartet hat, muss für udev einige Dateien kopiert werden
cp -a /dev/nvidia* /etc/udev/devices/ chown root:root /etc/udev/devices/nvidia*
11. In der Datei /etc/modprobe.conf sollte folgende Zeile stehen:
alias char-major-195* nvidia
Fertig. Um für einen neuen Kernel ein passendes Kernelmodul zu bauen, reicht folgendes:
init 3 cd /usr/src/nvidia/NVIDIA-Linux-x86-1.0-6629-pkg1 ./nvidia-installer -a -n -K
Konfigurationsmöglichkeiten
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Anmerkung:
Folgende Optionen sind möglich. Man fügt sie in die Datei /etc/X11/xorg.conf bzw. /etc/X11/XF86Config ein. Die Einträge müssen dabei entweder in der Sektion "Screen" oder "Device" einfügt werden. Das Logo schaltet man ab, indem man folgende Zeile in die Datei einfügt: Option "NoLogo" "on" Standardwert ist "off", d. h. das Logo wird dargestellt.
Dies sieht z.B. so aus: Option "NvAGP" "3"
Option "RenderAccel" "on"
Option "HWCursor" "on"
Option "CursorShadow" "on"
Option "TwinView" "off"
Option "TwinViewOrientation" "Clone"
Option "NoPowerConnectorCheck" "off"
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Farbeinstellungen
Der Treiber bringt ein grafisches Konfigurationsprogramm für die Farbdarstellung mit; man startet es am einfachsten per
nvidia-settings
Viel Spaß!
Unterstützung für ältere Nvidia-Chipsätze
Seit der Treiber-Version 7664 sind ältere Chipsätze in einen speziellen "Legacy"-Treiber ausgegliedert worden. Zu Zeit sind davon folgende Chipsätze betroffen: Riva TNT, RIVA TNT2/TNT2 Pro,RIVA TNT2 Ultra, Vanta/Vanta LT, RIVA TNT2 Model 64/Model 64 Pro, Aladdin TNT2, GeForce 256, GeForce DDR, Quadro, GeForce2 GTS/GeForce2 Pro, GeForce2 Ti, GeForce2 Ultra, Quadro2 Pro. Den aktuellen Stand der nicht-unterstützen Karten findet sich in der README des Treibers unter Appendix A.
Der Legacy-Treiber befindet sich für FC4 ebenfalls bei Livna.org:
yum install kernel-module-nvidia-legacy-$(uname -r)
Die Anpassungen in der xorg.conf sind dieselben wie beim normalen Treiber.
Siehe auch
Hier im Wiki
Weblinks
- http://www.nvidia.com/object/linux.html
- http://www.fedoraforum.de/index.php?showtopic=25
- http://www.fedorafaq.org/custom_nvidia.html
- http://www.fedoraforum.org/forum/showthread.php?t=26260
