NTFS

Aus Fedorawiki.de

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung

Aus lizenzrechtlichen Gründen bringt der Standard-Kernel von Fedora keine NTFS-Unterstützung für die Microsoft-Betriebssysteme Windows 2000 und Windows XP mit. Es ist aber möglich, diese nachzurüsten.

Es gibt mehrere Wege, NTFS nachzurüsten. Obwohl verschiedene Wege hier beschrieben werden, sollte jeder sich über die Vor- und Nachteile bewusst werden. Sobald Schreibzugriffe auf eine NTFS-Partition eingerichtet werden, die auch eine Windows-Installation birgt, sollte man sich darüber klar sein, daß es möglicherweise für jeden Linux-Nutzer möglich ist, die Windows-Installation gründlich zu zerstören.

NTFS-Zugriffrechte werden von keinem Treiber abgebildet, so dass stets Zugriff auf alle Dateien der NTFS-Partition besteht. Entsprechend sollten NTFS-Treiber nur von Nutzern verwendet werden, die wissen, was sie tun und Datenverluste nicht fürchten.

Seit Fedora Core 6 ist der NTFS-3G Treiber die bevorzugte Variante Zugriff auf NTFS-Partitionen zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Die verschiedenen Möglichkeiten

NTFS-3g-Treiber

Der beste Weg ist mit Hilfe dieses Artikels Der ntfs-3g-Treiber.

Unterstützung durch livna.org-Pakete

Dieser Weg benutzt die Pakete, die durch das Repository livna.org bereit gestellt werden. Wie dies einzurichten ist, findet sich im Artikel Zusätzliche Repositories.

Die NTFS-Unterstützung kann danach mit dem Befehl

[root]# yum install kmod-ntfs

installiert werden und ist nach einem Reboot verfügbar!


Module des NTFS-Projekts

Siehe Artikel Module des Linux-NTFS-Projekts.


Selbst-kompilieren des Kernels

NTFS-Treiber sind zwar im Kernel möglich, im Fedora-Standard-Kernel aber nicht aktiviert. Dies kann von Hand durch das Neu-kompilieren des Kernels nachgeholt werden, siehe die Hinweise im Artikel Kernel-Howto

Captive-Treiber

Der Captive-Treiber ist ein Wrapper - das bedeutet, dass er die originalen Windows-NTFS-Treiber unter Linux nutzbar macht, aber auch, dass sie eine gültige Windows-Lizenz erfordern.

Die Treiber wurden als Machbarkeitsstudie umgesetzt, und werden seit dem Erreichen eines weitestgehend stabilen Zustands nicht mehr weiter entwickelt.

Weitere Informationen können der Homepage des Autors entnommen werden.

Einbinden von NTFS-Partitionen

Das Einbinden der entsprechenden NTFS-Partitionen geschieht bei allen Treibern, abgesehen von den ntfs-3g-Treibern, auf nahezu die gleiche Art und Weise. Zuerst einmal sollten die entsprechenden Partitionen identifiziert werden:

[root]# /sbin/fdisk -l

Das Ergebnis sollte ungefähr so aussehen:

Platte /dev/hda: 120.0 GByte, 120060444672 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 14596 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 * 512 = 8225280 Bytes

    Gerät Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/hda1   *           1         639     5132736    7  HPFS/NTFS
/dev/hda2             640       14596   112109602+   f  W95 Ext'd (LBA)
/dev/hda5             640        1723     8707198+  83  Linux
/dev/hda6            1724        1915     1542208+  83  Linux
/dev/hda7            1916        1979      514048+  82  Linux Swap


/dev/hda1 ist hier eine NTFS-Partition. Nachdem der Mountpunkt erstellt wurde

[root]# mkdir /mnt/windows

wird sie eingebunden über

[root]# mount /dev/hda1 /mnt/windows -t ntfs -r -o umask=0222,utf8

Anschließend kann dann getestet werden, ob dies geklappt hat und Dateien sichtbar sind

ls -l /mnt/windows

Wenn das geklappt hat, kann auch ein Eintrag in die /etc/fstab erfolgen.

/dev/hda1  /mnt/windows  ntfs     umask=0222,utf8,ro    0 0


Siehe auch


Links

Persönliche Werkzeuge