Microsoft Fonts
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Inhaltsverzeichnis |
Microsoft Fonts auf Fedora 6 installieren
Vorbereitung
Falls noch nicht vorhanden, die Pakete rpmbuild, ttmkfdir und cabeextract installieren:
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Anmerkung:
cabeextract (aus Fedora Extras) sorgt dafür, dass während des rpm-Paket-Zusammenbaus die Schriften aus dem Netz gezogen werden. |
Download
Mit Firefox auf http://corefonts.sourceforge.net gehen, im Abschnitt How to install unter "3. Download the latest msttcorefonts spec file from here" mit der rechten Maustaste auf here klicken, im Kontextmenü "Ziel speichern unter" wählen und die Datei msttcorefonts-<VERSIONSNUMMER>.spec auf den Desktop runterladen.
msttcorefont-RPM-Paket bauen und installieren
Das Ende dieses Vorgangs sollte ungefähr so aussehen:
Erstellt: /usr/src/redhat/RPMS/noarch/msttcorefonts-2.0-1.noarch.rpm Ausführung(%clean): /bin/sh -e /var/tmp/rpm-tmp.94051 + umask 022 + cd /usr/src/redhat/BUILD + '[' /var/tmp/msttcorefonts-root '!=' / ']' + rm -rf /var/tmp/msttcorefonts-root + exit 0 [root]#
Fertig. Jetzt ggf. noch X neu starten.
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Anmerkung:
Um die Microsoft-Schriften unter Fedora 6 in voller Pracht auf den Bildschirm zu kriegen, empfiehlt sich ein Blick auf Scharfe Schriften |
Microsoft Fonts auf früheren Fedora Versionen installieren
Problemstellung
Bekanntlich werden Schriftarten unter Linux anders dargestellt als in Windows. Im optischen Vergleich fällt vor allem die Weichzeichnung (Antialising) der Schriftarten unter Linux auf. Diese hat jedoch einen Nachteil: Auf Flachbildschirmen (TFTs, besonders den billigen) und Laptops sieht das oft sehr verwaschen aus, auch wenn man mit viel Sub-Pixel-Hinting schon einiges wieder gut machen kann. Hier wären unverpixelte, gestochen scharfe Schriftarten deutlich schöner. Abhilfe können die MS-Fonts (Arial, Tahoma, usw.) schaffen, wie sie von Windows her bekannt sein dürften. Da jedoch das Font-Rendering (Freetype) aus Patentgründen standardmäßig ohne Bytecode-Interpreter kompiliert ist, muss man Freetype selbst neu kompilieren und installieren. Genau das ist das Thema dieses HOWTOs.
Vorraussetzungen
Freetype-Quellen herunterladen
Die Freetype-Quellen können mit dem Program yumdownloader heruntergeladen werden, das im Paket yum-utils enthalten ist:
yumdownloader --source --enablerepo=core-source --enablerepo=updates-source freetype
Das Paket selbst wird dann mit dem Befehl
rpm -Uvh freetype*.srpm
installiert. Diese Installation ist sowohl als root als auch als normaler Nutzer möglich, diese hier beschriebene Methode geht der Einfachheit halber aber von einer root-Umgebung aus.
SPEC-Datei manipulieren
Durch die Installation des srpm-Pakets werden die enthaltenen Dateien in die Unterverzeichnisse von /usr/src/redhat/ kopiert.
Die sogenannte SPEC-Datei findet sich dann unter /usr/src/redhat/SPECS/freetype.spec, und muss nun unter Verwendung eines beliebigen Editors bearbeitet werden. Die Zeile
%define without_bytecode_interpreter 1
muss in
%define without_bytecode_interpreter 0
geändert werden muss.
Ebenso sollte die Release-Nummer erhöht werden, um späteren Installationsproblemen zuvor zu kommen. Das geht zum beispiel so:
Release: 5.2.1
wird geändert zu
Release: 5.2.2
Neues Paket erzeugen und installieren
Das neue RPM kann mit dem Befehl
rpmbuild -ba /usr/src/redhat/SPECS/freetype.spec
erzeugt werden. Nach dem Prozess ist es unter /usr/src/redhat/RPMS/<Architektur> zu finden. Installiert werden kann es dann mit
rpm -Uvh freetype*.rpm
Konflikte sollten dabei keine entstehen, da die Release-Nummer des neuen Pakets höher ist als die des alten.
Abschließende Konfiguration
Wenn das geklappt hat, müsst ihr in der Datei /etc/fonts/local.conf (global) oder /home/<Benutzername>/.fonts.conf noch folgendes eintragen:
<xml>
<match target="font" >
<test name="family" qual="any">
<string>Tahoma</string>
<string>Times New Roman</string>
<string>Arial</string>
<string>Verdana</string>
<string>Trebuchet MS</string>
<string>Courier New</string>
</test>
<test compare="more" name="size" qual="any" >
<double>8</double>
</test>
<test compare="less" name="size" qual="any" >
<double>13</double>
</test>
<edit mode="assign" name="antialias" >
<bool>false</bool>
</edit>
</match>
<match target="font" >
<test name="family" qual="any">
<string>Tahoma</string>
<string>Times New Roman</string>
<string>Arial</string>
<string>Verdana</string>
<string>Trebuchet MS</string>
<string>Courier New</string>
</test>
<test compare="more" name="pixelsize" qual="any" >
<double>11</double>
</test>
<test compare="less" name="pixelsize" qual="any" >
<double>17</double>
</test>
<edit mode="assign" name="antialias" >
<bool>false</bool>
</edit>
</match>
</xml>
Zur genauen Einstellung und Hintergrundinfos zum fontrendering gibt es hier sehr ausführliche und gute Infos.
Nun sollte ein Neustart des X-Servers (z.B. init 3 && init 5 als root) genügen, um die MS-Fonts als nicht weichgezeichnete Schriftarten trotzdem nicht "krumpelig" (wie vorher ohne Antialising), sondern gestochen scharf darzustellen.
Microsoft Fonts per RPM installieren
Eine weitere Möglichkeit ist, das RPM msfonts-1.x.x.noarch.rpm runterlzuladen und zu installieren. Da es unabhängig von der verwendeten Architektur ist, sollte es mit jeder Fedora-Version zusammen arbeiten.