Linux-Partitionen
Aus Fedorawiki.de
In diesem Artikel wird gezeigt, wie andere Linuxpartitionen einfach (ohne LVM) in Fedora eingebunden werden können.
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Identifikation des Dateisystems
Zuerst muss herausgefunden werden, welches Dateisystem die Partition hat, die eingebunden werden soll. Dies geht über das Kommandozeilen-Partitionierungstool parted oder ab Fedora Core 5 über die graphische Oberfläche gparted. Im Falle von parted wird die Partitionstabelle so ausgegeben:
Die Ausgabe sieht etwa so aus
Disk geometry for /dev/sda: 0kB - 120GB Disk-Label-Typ: msdos Number Start End Size Type File system Flags 1 32kB 5404MB 5404MB primär ext3 boot 2 5404MB 6004MB 600MB primär linux-swap 3 6004MB 120GB 114GB erweitert 5 6004MB 80GB 74GB logisch ext3 6 80GB 120GB 40GB logisch ext3
Information: Vergessen Sie nicht, gegebenenfalls /etc/fstab zu ändern.
Im Folgenden soll die fünfte Partition (/dev/sda5) von sda eingebunden werden, die als Dateisystem ext3 hat.
Erstellen des Mountpunktes
Es ist anzuraten, für jede einzubindene Partition ein eigenes Verzeichnis unter /mnt/ anzulegen. In diesem Beispiel sind wir nicht sonderlich kreativ und nennen es einfach sda5.
Die Wahl des Namens und des Verzeichnisses ist dabei frei wählbar. Der Schalter -p (--parents) veranlasst mkdir keine Fehlermeldung auszugeben, wenn das Verzeichnis bereits existiert und legt zudem übergeordneten Ordner an, wenn sie nicht existieren.
manuelles Einbinden
Anschließend sollte einmal kurz getestet werden, ob sich die Partition ohne Fehler einbinden lässt. Als Optionen reichen in der Regel das Device und der Mountpunkt. Die Angabe des Dateisystems ist nicht nötig.
Mit Angabe des Dateisystems (in diesem Fall ext3) über den Schalter -t.
Um die unterstützten Dateisysteme von mount einzusehen, genügt ein Blick in das manual.
man mount
dauerhaftes Einbinden
Für ein dauerhaftes Einbinden muss ein entsprechender Eintrag in /etc/fstab erstellt werden:
/dev/sda5 /mnt/sda5 ext3 defaults,user_xattr,user
So wird die Partition bei jedem Systemstart automatisch nach /mnt/sda5 eingebunden. Durch den Eintrag in der fstab muss bei manuellem erneuten Einbinden auch nur noch entweder das Device (/dev/sda5) oder der Mountpunkt (/mnt/sda5) hinter mount angegeben werden.
Optionen
Eine Beschreibung der wichtigsten Optionen für mount bzw. die fstab für die einzubindene Partition. Manche dieser Einträge setzen dabei automatisch weitere. Wer wissen möchte, welche das sind, sollte einen Blick in die Manpage von mount werfen (nicht von fstab).
- defaults
- Dieser Eintrag umfasst die Optionen rw, suid, dev, exec, auto, nouser, async
- rw
- Partition soll beschreibbar sein
- exec
- Es ist möglich, auf der Partition Programme auszuführen
- noexec
- Es ist nicht möglich, auf der Partition Programme auszuführen
- auto
- Die Partition wird automatisch beim Systemstart eingebunden
- noauto
- Die Partition wird nicht automatisch beim Systemstart eingebunden
- user
- Nur der Benutzer, der die Partition eingebunden hatt, darf sie auch wieder ausbinden
- group
- Nur Mitgliedern der Gruppe, die die Partiton eingebunden haben, darf sie auch wieder ausbinden
- users
- Erlaubt allen Benutzern, die Partition ein-/auszubinden
- nouser
- Verbiete dem angebenen Benutzer, die Partition ein-/auszubinden (bei keiner Angabe alle ausser root)
- acl
- Unterstützung für POSIX Acces Control Lists (siehe auch den Artikel ACL)
- user_xattr
- Unterstützung für extended attributes (wichtig für beagle)