Linux-Partitionen

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Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung

In diesem Artikel wird gezeigt, wie andere Linuxpartitionen einfach (ohne LVM) in Fedora eingebunden werden können.


Inhaltsverzeichnis

Identifikation des Dateisystems

Wichtig Wichtig: Ab Fedora 7 werden auch IDE-Festplatten als /dev/sdX (anstatt /dev/hdX) angesprochen. Achtet also darauf, die richtige Festplatte zu identifizieren. Bei Fedora Core 6 wird noch das alte Schema benutzt.

Zuerst muss herausgefunden werden, welches Dateisystem die Partition hat, die eingebunden werden soll. Dies geht über das Kommandozeilen-Partitionierungstool parted oder ab Fedora Core 5 über die graphische Oberfläche gparted. Im Falle von parted wird die Partitionstabelle so ausgegeben:

[root]# parted /dev/sda print

Die Ausgabe sieht etwa so aus

Disk geometry for /dev/sda: 0kB - 120GB
Disk-Label-Typ: msdos
Number  Start   End     Size    Type      File system  Flags
1       32kB    5404MB  5404MB  primär   ext3         boot
2       5404MB  6004MB  600MB   primär   linux-swap
3       6004MB  120GB   114GB   erweitert
5       6004MB  80GB    74GB    logisch   ext3
6       80GB    120GB   40GB    logisch   ext3

Information: Vergessen Sie nicht, gegebenenfalls /etc/fstab zu ändern.

Im Folgenden soll die fünfte Partition (/dev/sda5) von sda eingebunden werden, die als Dateisystem ext3 hat.

Erstellen des Mountpunktes

Es ist anzuraten, für jede einzubindene Partition ein eigenes Verzeichnis unter /mnt/ anzulegen. In diesem Beispiel sind wir nicht sonderlich kreativ und nennen es einfach sda5.

[root]# mkdir -p /mnt/sda5/

Die Wahl des Namens und des Verzeichnisses ist dabei frei wählbar. Der Schalter -p (--parents) veranlasst mkdir keine Fehlermeldung auszugeben, wenn das Verzeichnis bereits existiert und legt zudem übergeordneten Ordner an, wenn sie nicht existieren.

manuelles Einbinden

Anschließend sollte einmal kurz getestet werden, ob sich die Partition ohne Fehler einbinden lässt. Als Optionen reichen in der Regel das Device und der Mountpunkt. Die Angabe des Dateisystems ist nicht nötig.

[root]# mount /dev/sda5 /mnt/sda5

Mit Angabe des Dateisystems (in diesem Fall ext3) über den Schalter -t.

[root]# mount -t ext3 /dev/sda5 /mnt/sda5

Um die unterstützten Dateisysteme von mount einzusehen, genügt ein Blick in das manual.

man mount

dauerhaftes Einbinden

Für ein dauerhaftes Einbinden muss ein entsprechender Eintrag in /etc/fstab erstellt werden:

/dev/sda5             /mnt/sda5          ext3    defaults,user_xattr,user

So wird die Partition bei jedem Systemstart automatisch nach /mnt/sda5 eingebunden. Durch den Eintrag in der fstab muss bei manuellem erneuten Einbinden auch nur noch entweder das Device (/dev/sda5) oder der Mountpunkt (/mnt/sda5) hinter mount angegeben werden.

Optionen

Eine Beschreibung der wichtigsten Optionen für mount bzw. die fstab für die einzubindene Partition. Manche dieser Einträge setzen dabei automatisch weitere. Wer wissen möchte, welche das sind, sollte einen Blick in die Manpage von mount werfen (nicht von fstab).

defaults
Dieser Eintrag umfasst die Optionen rw, suid, dev, exec, auto, nouser, async
rw
Partition soll beschreibbar sein
exec
Es ist möglich, auf der Partition Programme auszuführen
noexec
Es ist nicht möglich, auf der Partition Programme auszuführen
auto
Die Partition wird automatisch beim Systemstart eingebunden
noauto
Die Partition wird nicht automatisch beim Systemstart eingebunden
user
Nur der Benutzer, der die Partition eingebunden hatt, darf sie auch wieder ausbinden
group
Nur Mitgliedern der Gruppe, die die Partiton eingebunden haben, darf sie auch wieder ausbinden
users
Erlaubt allen Benutzern, die Partition ein-/auszubinden
nouser
Verbiete dem angebenen Benutzer, die Partition ein-/auszubinden (bei keiner Angabe alle ausser root)
acl
Unterstützung für POSIX Acces Control Lists (siehe auch den Artikel ACL)
user_xattr
Unterstützung für extended attributes (wichtig für beagle)

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