Lightscribe

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Lightscribe ist eine Funktionalität moderner DVD-Brenner, um auf speziell beschichtete Medien ein Cover zu "brennen". Für Linux gibt es mittlerweile auch verschiedene Tools, die dieses ermöglichen. Leider sind diese bisher alle proprietär, was diese Anleitung aber erstmal nicht stören soll.


Inhaltsverzeichnis

Benötigte Programme

Zuerst einmal müssen die benötigten Tools heruntergeladen werden. Bei den ersten beiden muss, wenn man dem Link folgt, zuerst die Lizenz bestätigt werden, bevor es zum Download kommt. Das letzte ist ein Direktlink auf das RPM:

Da alle Programme als RPM angeboten werden, ist die Installation denkbar einfach:

[root]# rpm -ivh lightscribe-1.6.45.1-linux-2.6-intel.rpm
[root]# rpm -ivh lightScribeSimpleLabeler-1.4.128.1-linux-2.6-intel.rpm
[root]# rpm -ivh 4L-1.0-r6.i586.rpm


Brennen von einfachen Texten

Der Lightscribe Simple Labeler installiert sich dummerweise Suse-typisch nach /opt und ist damit nicht im Pfad. Um ihn aufzurufen, muss daher der volle Pfad angegeben werden:

/opt/lightscribeApplications/SimpleLabeler/SimpleLabeler

Die einzelnen Fenster sind dabei eigentlich selbsterklärend.

HauptfensterVorschau


Brennen von Covern

Um komplette CD/DVD-Cover zu brennen, muss ein anderes Tool bemüht werden: 4L-cli als Kommandozeilenprogramm bzw. 4L-gui als grafisches Tool. Hier soll soweit nur die grafische Variante erklärt werden. Aufgerufen wird sie durch:

4L-gui

Leider sucht das Programm die DVD-Brenner als /dev/srX. Diese sind bei Fedora unter anderem Namen eingetragen (/dev/hdX bei FC6 oder /dev/scdX bei F7). Daher legen wir zuerst einen symbolischen Link vom eigentlichen DVD-Brenner an:

[root]# ln -s /dev/dvdwriter /dev/sr0

Der so erstellte Link verschwindet jedoch beim nächsten Neustart wieder. Dem kann man wie folgt entgegenwirken.

KDE-Nutzer:

[root]# kate /etc/rc.d/rc.local

GNOME-Nutzer:

[root]# gedit /etc/rc.d/rc.local

In dem Editor-Fenster welches sich durch diesen Befehl öffnet, fügt man in einer neuen Zeile folgendes ein:

ln -s /dev/scd0 /dev/sr0


Nach dem Speichern der Änderungen wird der Brenner auch nach dem nächsten Neustart noch zur Verfügung stehen. Bei mehreren DVD-Brennern sollte dieser anhand des Devices direkt angegeben werden.

Auch diese Variante ist soweit selbsterklärend. Es muss nur mit einem Klick auf das Ordnersymbol (links oben) ein Cover geladen werden, dass dann noch etwas justiert werden kann (rechts unten). Mit den Knöpfen links unten kann ausgewählt werden, welcher Bereich bedruckt wird. Mit dem Knopf rechts oben geht es zum eigentlichen Brennvorgang. Dabei kann aber zuerst der verfügbare Brenner ausgewählt und Informationen über den Rohling angezeigt werden. Ein klick auf Vorschau lässt dabei das Endergebnis erahnen. Dieses kann dabei aber noch abweichen, es reicht aber für eine erste Einschätzung. Drucken startet dabei den eigentlichen Brennvorgang, der, je nach Brenner, mindestens 15 Minuten dauert.

4L-gui-1.png4L-gui-2.png


Deinstallation

Leider haben proprietäre Programme oftmals einen Nachteil: Die Einträge in der Paketdatenbank sind von den ursprünglichen RPM-Namen verschieden. Daher soll die Deinstallation hier auch kurz behandelt werden:

Für den Cover-Labeler:

[root]# rpm -e 4L

Für den einfachen Text-Labeler:

[root]# rpm -e lightscribeApplications

Für die Systemsoftware:

[root]# rpm -e lightscribe


Links