Ksplice

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Erlaubt die Veränderung des Kerns während des Betriebs ohne Neustart. Der laufende Kern muss in keiner Weise besonders für diesen Vorgang vorbereitet worden sein. Das K in ksplice steht für den Kernel (Kern) und splice ist ein technischer Begriff, den es im Deutschen als Spleißen gibt. Er wird für Reparaturen an Kabeln, überwiegend zum Reparieren gerissener Kabel genutzt. Im Englischen werden wenige Programmzeilen, die einen Kern modifizieren Kernel-Patch genannt, in diesen Fall kann man Patch auch mit Flicken, wie der Flicken über der geschädigten Struktur von Textilien. Ksplice verarbeitet Quelltextänderungen im allgemeinen diff-Format. Zum Beispiel die Ausgabe des Programms diff aus dem Paket diffutils.

Inhaltsverzeichnis

Einrichtung

Ksplice kann durch

[root]# yum install ksplice

eingerichtet werden.

Benutzung

Der Benutzer kontrolliert den Vorgang durch vier Perl-Skripten des Pakets:

/usr/bin/ksplice-create
/usr/sbin/ksplice-apply
/usr/sbin/ksplice-undo
/usr/sbin/ksplice-view

Zu den Skripten existieren Handbuchseiten die mittels man eingesehen werden können. Eine info-Seite für einen Überblick ist nicht existent.

Vorbereitung der Kernänderungen

Die Vorbereitung der Kern-Änderungen kann mit Hilfe der Shell-Skripten Fedora-ksplice durchgeführt werden.

Einschränkungen

Patches die globale Kernelstrukturen ändern, können nicht mit ksplice verarbeitet werden. Leider existieren bisher keine Mechanismen, die einen Benutzer vor solchen Situationen warnt. In solchen Fällen ist mit unberechenbaren Ergebnissen bei der Anwendung eines Kernelpatchmoduls zu rechnen.

Anwenden der Kernelpatches

Durch den Befehl

[root]# ksplice-apply [Update-Tarball]

kann das erzeugte Kernelpatchmodul auf dem aktiven Kernel angewandt werden.

Durch

[root]# ksplice-view

kann man sich eine Liste aller aktiven Kernelpatchmodule anzeigen lassen.

Zum Entfernen eines Kernelpatchmoduls dient der Befehl

[root]# ksplice-undo [Build-ID]