Kismet
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kismet ist ein passiver Netzwerk-Sniffer, der zum Aufspüren von 802.11x-Netzwerken verwenden werden kann. Passiv bedeutet in diesem Fall, dass Kismet keine Anfragen an die Netzwerke sendet, sondern es werden nur die Pakete, die diese abschicken, aufgefangen. Aus diesem Grund lassen sich auch Netzwerke mit "versteckter" oder "hidden" (E)SSID finden.
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Installation
Die Installation von Kismet gestaltet sich wie üblich einfach: es muss nur das Paket kismet installiert werden (entweder mit yum, yumex oder mit pirut), da es im Extras-Repository von Fedora zur Verfügung steht. So werden auch eventuell fehlende Abhängigkeiten aufgelöst.
Konfiguration
Die Konfiguration von Kismet geschied zur das Ändern der Konfigurations-Datei /etc/kismet/kismet.conf
Die wichtigsten Einträge sind: suiduser und source= . Als Beispiel source=madwifi_ag,ath0,kismet
Hardware
Es muss eine von Kismet unterstüzte Wireless-LAN-Karte vorhanden sein. Das heisst, dass die Karte den Monitor Mode unterstützen muss. Heute gibt es eine Vielzahl von Karten, die dies tun. Ein Liste mit Karten, Links zu den Treibern und hilfreichen Anmerkungen findet sich im Kismet Readme.
Speicherort der Dateien
Der Speicherort der Log-Dateien kann angepasst werden. Es empfielt sich den Ablageort in das Home-Verzeichnis zu legen. So muss die Zeile
logtemplate=/var/log/kismet/%n-%d-%i.%l
in
logtemplate=/home/user01/kismet-log/%n-%d-%i.%l
geändert werden.
Verwendung
Damit Kismet funktioniert, muss der Monitor Mode der Wireless-LAN-Karte möglich sein.
Starten
Kismet muss als root gestartet werden, da sich nur so der Monitor Mode aktivieren lässt.
Tastenkombinationen
Da sich Kismet nicht per Maus bedienen lässt, sind alle relevanten Operationen per Tastenkombinationen ausführbar.
| Kleine Übersicht der Tastenkombinationen von Kismet | |
|---|---|
| Kombination | Funktion |
| h | zeigt die Hilfe an |
| s | sortiert die gefundenen Access Points |
| i | liefert weitere Informationen über den gewählten Access Points |
| c | liefert Informationen über die mit dem gewählten Access Point verbundenen Clients |
| t | markiert den Access Point |
| a | zeigt eine Statistik an |
| e | zeigt die verfügbaren Kismet-Server an |
| Umsch + Q | Beendet Kismet |
Grafische Oberfläche
Das Projekt gKismet stellt eine grafische Oberfläche für Kismet zur Verfügung. Weiter gibt es qkismet, das aktiv entwickelt wird.
Zusatz-Werkzeuge
Unter dem Namen KismetToolSuite gibt es eine Sammlung von Programmen, welche den Umgang mit Kismet erleichtern.
- csvviewer: analysiert .csv Dateien
- csv2ns: konvertiert .csv nach NetStumbler .txt
- mergecsv: fügt mehrere .csv zu einer grossen zusammen
- mergegps: fügt mehrere .gps zu einer grossen zusammen
- mergexml: fügt mehrere .xml zu einer grossen zusammen
Verbindung zu anderen Programmen
Durch die Verbindung mit festival kann Kismet "zum Sprechen" gebracht werden. Die Option kann in der Konfigurations-Datei /etc/kismet/kismet.conf durch Ändern von
speech=false
auf
true
aktiviert werden. Weiter können die Art der Sprachausgabe und die Menge der Informationen angegeben werden.
In Kombination mit Gpsdrive lassen sich die gefundenen Netzwerke kartographieren. Soll kismet mit Gpsdrive verwendet werden, muss der gpsd-Daemon vorgängig gestartet werden. Weitere Informationen zu gpsd können auf dieser Wiki-Seite gefunden werden.
Als Alternative zu Gpsdrive bietet sich das Tool QGPSPlot an. Es bietet nicht den Funktionsumfang von Gpsdrive, ist aber auch erst in einem frühen, dennoch stabilen, Entwicklungszustand. Es zeichnet die Route live auf einer vorher geladenen Karte mit und stellt zudem die AccessPoints grafisch dar. Es können auch die alten Routen aus den Kismet .gps Dateien geladen werden.
Links

