Iso-Image

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Dieser Artikel ist Teil der Tipps & Tricks Sammlung

Wer auf den Inhalt eines ISO-Images einer CD oder DVD zugreifen will, muss dieses nicht vorher brennen. Es kann wie eine normale Partition in das Dateisystem eingebunden werden. Allerdings ist es dabei nicht beschreibbar, sondern nur lesbar.

Inhaltsverzeichnis

Mounten als root

Erstellen des Mountpunktes

Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, soll hier aber für die Übersichtlichkeit dienen. Es wird also ein Verzeichnis erstellt, in das das Image dann gemountet werden kann.

[root]# mkdir /mnt/iso

Einhängen des Images

Um das Image einzubinden, muss mount mit der Option loop aufgerufen werden:

[root]# mount -o loop FC-5-i386-DVD.iso /mnt/iso/

Aushängen des Images

Um das Image wieder auszubinden, wird das bekannte umount aufgerufen:

[root]# umount /mnt/iso


Mounten als User

Damit das mounten als einfacher Benutzer ebenfalls funktioniert, wird FuseIso verwendet. Dieses benutzt die Möglichkeiten, die durch FUSE (Filesystem in Userspace) bereitgestellt werden. FuseIso unterstützt dabei die folgenden Imagetypen: .iso, .img, .bin, .mdf, .nrg


Installation von fuseiso

FuseIso hat nur wenige Abhängigkeiten, die installiert werden müssen.

[root]# yum install fuse fuse-devel


<b>Achtung</b> <b>Achtung:</b> Falls Fuse auf dem System das erste Mal benutzt wird, sollte der betreffende Benutzer noch zu der Gruppe fuse hinzugefügt werden, damit er die nötigen Rechte erhält. Dies ist entweder möglich über "System -> Administration -> Benutzer und Gruppen" oder als root in einem Terminal.
/usr/sbin/usermod -a -G fuse <Benutzername>

Damit die Änderung wirksam wird, muss der Benutzer sich neu anmelden.

Das Kompilieren gestaltet sich relativ einfach, indem im entpackten Ordner der normale Dreisatz aufgerufen wird.

./configure
make
make install


Benutzung von fuseiso

Das Einbinden von ISO-Images funktioniert dabei auf der Kommandozeile nach folgendem Schema:
fuseiso <Iso-Datei> <Mountpunkt>
Der Mountpunkt muss dabei für den Benutzer beschreibbar sein.

Um die Verbindung wieder anschließend wieder zu lösen: fusermount -u <Mountpunkt>

Beispielsweise um das heruntergeladene DVD-Image von Fedora Core 6 in den Order FC6 im Homeverzeichnis einzubinden. Dafür sollte erst einmal sichergestellt werden, dass dieser Ordner auch existiert.

mkdir -p ~/FC6

Anschließend wird das DVD-Image eingebunden.

fuseiso FC-6-DVD-i386.iso ~/FC6

Zum Ausbinden muss dann folgendes eingegeben werden.

fusermount -u ~/FC6


Einfaches Ein- und Ausbinden mit Nautilus-Actions

Das Programm Nautilus-Actions ermöglicht es, eigene Skripte bei bestimmten Dateitypen ausführen zu lassen. Mit folgenden Skripten erscheint dabei im Kontextmenü ("rechte Maustaste") einer ISO-Datei die Option Mount ISO, die bei Bestätigung einen Ordner mit dem Namen des Images auf dem Desktop erstellt und dorthin das Image einbindet. Im Kontextmenü des Ordners wird über den Punkt Umount ISO die Verbindung wieder gelöst und der Ordner entfernt.

Damit dieses möglich ist, muss neben FuseIso auch das Paket nautilus-actions installiert sein.

[root]# yum install nautilus-actions

Anschließend müssen die Dateien fuseiso-schemas.tar.gz und fuseiso-scripts.tar.gz

wget http://www.grumz.net/?q=system/files&file=fuseiso-schemas.tar.gz 
wget http://www.grumz.net/?q=system/files&file=fuseiso-scripts.tar.gz

heruntergeladen werden. Letztere wird dabei in den Ordner /usr/local/bin/ entpackt

[root]# tar xzf fuseiso-scripts.tar.gz -C /usr/local/bin/

und ausführbar gemacht.

[root]# chmod +x /usr/local/bin/nautilus-actions-iso-*

Die erste Datei enthält zwei Profile, die nach dem Entpacken mithilfe des Punktes "Import/Export" in System -> Einstellungen -> Weitere Präferenzen -> Nautilus-Aktionen geladen werden können. Spätestens nach dem nächsten Anmelden sollte dabei die Option zum Einbinden bei allen durch FuseIso unterstützen Imagetypen zur Verfügung stehen


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