Installation von Software unter Fedora
Aus Fedorawiki.de
Dies soll nur eine kleine Übersicht darstellen, wie Software unter Fedora installiert wird.
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Für Windowsumsteiger
Programme liegen unter Fedora in sogenannten Paketen vor. Diese sind nicht zu vergleichen mit Installationsdateien von Windows (wie setup.exe) und auch nicht direkt ausführbar, hierfür ist in erster Linie das Programm RPM zuständig. In der Regel enthält ein RP das komplette Programm, das aber normalerweise abhängig von weiteren RP's (wie z.B. Bibliotheken) ist. Dadurch ist das eigentliche Paket kleiner (da Redundanzen so verringert werden).
PackageKit
PackageKit ist für Anfänger / Endanwender und Umsteiger die erste Wahl wenn es darum geht Fedora durch zusätzliche Programme sinnvoll zu ergänzen.
YUM
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Anmerkung:
Die bevorzugte Installationsmethode durch die SHELL ist bei Fedora YUM - andere Wege wie durch RPM oder die Einrichtung von Quell-Tarballs sollten nur von erfahrenen Nutzern genutzt werden. |
YUM greift auf sogenannte Repositories zurück, die eine große Anzahl von Software-Paketen bereitstellen. Aus diesen Repositories lädt YUM Informationen über das zu installierende Paket und Informationen über weitere benötigte Pakete herunter. Danach folgt das Herunterladen und die Installation aller Pakete. Alles, was der Nutzer dabei machen muss, ist, die Installation noch einmal zu bestätigen.
Es ist leicht zu erkennen, dass mit der rpm-Methode die Installation von zusätzlicher Software oder das aktuell-halten von schon installierter Software sehr mühsam ist, da alles, inklusive dem Finden und Herunterladen der Pakete und dem Auflösen der verschiedenen Abhängigkeiten, von Hand gemacht werden muss. Diese "Not" hat Werkzeuge wie yum entstehen lassen, die die Softwareinstallation vereinfachen. Mit einem einfachen Befehl kann so komplexe Software installiert werden:
Der Vorteil dieser Methode ist, dass notwendige Abhängigkeiten von anderen Paketen automatisch aufgelöst werden (d.h. die Pakete werden gleich mitinstalliert). Dem Nutzer bleibt erspart, diese Schritte einzeln und von Hand zu machen.
Dies kann auch mit Hilfe einer grafischen Oberfläche erledigt werden; dies wird im Artikel Yumex beschrieben. Die Nutzung von yum ist im so benannten Artikel beschrieben.
Als Alternative zu yum gibt es noch das von Debian portierte apt.
RPM
Die Nutzung von RPM ist ist im gleich benannten Artikel beschrieben.
./configure && make && make install
Eine Vielzahl von Programmen kann aus verschiedenen Gründen nicht durch Fedora vorbereitet werden (d.h. sie liegen nicht im RPM-Format oder werden in keinem Repository bereit). Als Beispiele seien hier die vielen kleinen Programme von http://gnomefiles.org/ oder http://www.kde-apps.org/ oder die Projektmasse auf http://sourceforge.net/ genannt. Auch nicht jeder Programmautor kann vorgefertigte Pakete für jede existierende Distribution erstellen. Daher liegen viele Programme nur im Sourcecode vor. Normalerweise haben diese die Endung *.tar.gz oder *.tar.bz2."tar" steht für 'tape archive' und bedeutet, daß mehrere Dateien zusammengefasst wurden (sog. TAR-Ball). "gz" bedeutet, daß dieser TAR-Ball noch gezippt, also komprimiert ist. Um diese zu installieren, müssen sie erst einmal für die eigene Architektur compiliert werden. Nach dem Auspacken des Paketes sollten zuerst die Dateien README und INSTALL studiert werden. Danach muss man im ausgepackten Verzeichnis als normaler User folgendes eingeben:
./configure make
Falls Fehler gemeldet werden, fehlt meistens ein entsprechendes "Devel-Paket" (z.b. foo-devel.rpm), dass zum übersetzen benötigt wird. Dieses ist nicht zu verwechseln mit dem normalen Paket, mit dem man arbeiten kann (foo.rpm) Wenn diese beiden Schritte erfolgreich durchlaufen wurden, ist das Programm installationsbereit. Dafür muss man allerdings root sein:
su - make install
Jetzt ist das entsprechende Programm installiert und es kann damit gearbeitet werden.
Das eigenhändige Übersetzen hat allerdings mehrere Nachteile:
- Das Programm wird nicht in die Paketdatenbank von RPM eingetragen.
- Für eine Deinstallation müssen alle zugehörigen Dateien gefunden und von Hand gelöscht werden.
- Ein einfaches Update ist ebenfalls nicht möglich, RPM übernimmt dies selbstverständlich nicht.
- Mit dieser Installationsart können keine Abhängigkeiten von anderen RH-Paketen gelöst werden oder es werden Dateien überschrieben.
- Es lässt sich nicht jedes Paket so einfach übersetzen.
Alles in allem ist dieser Schritt nur empfehlenswert, wenn er unbedingt nötig ist (weil z.b. ein entsprechendes Paket nicht existiert oder eine zusätzliche Funktion eingebaut werden soll), da weitergehende Kenntnisse vom System unabdingbar sind.
Mehr Informationen
Für Umsteiger anderer Distributionen
Natürlich gelten hier die selben Hinweise, wie für die Windowsumsteiger, es sollen aber nochmal kurz die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst werden.
- Einfache Paketinstallation mittels PackageKit
- Als Paketmanagementtools gibt es yum, apt und smart
- Ebenfalls sind grafische Frontends verfügbar: Yumex (yum), synaptic (apt), smart-gui (smart)
- Einfaches Hinzufügen von weiteres Repositores
- Erweiterbarkeit von yum durch verschiedene Plugins
- Das Selbstübersetzen von Sourcen ist analog zu anderen Distributionen