IFolder

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Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung

iFolder ist eine von Novell entwickelte und freigegebene Technik, die es ermöglicht, Daten zwischen mehreren Nutzern server-basiert auszutauschen. Die Vorteile der Technik liegen in der einfachen Benutzbarkeit mit Hilfe graphischer Clients oder des Webinterfaces, im einfachen Aufsetzen des Servers so wie in der Plattformunabhängigkeit, da graphische Clients für Linux, Windows und MacOSX bereit stehen, und zusätzlich das Web-Interface von jedem Browser aufgerufen werden kann.

Der Anwendungsbereich von iFolder liegt im Datenaustausch zwischen verschiedenen Benutzergruppen so wie im Synchronisieren verschiedener Systeme (Arbeitsplatzrechner, Laptop, etc.).

Die Grenzen des Systems liegen im Bereich Backup und Versionsverwaltung: iFolder eignet sich (zur Zeit) weder als vollständiges Backup-System noch als Versionsverwaltungssystem. Für Backups sollte man auf SAMBA/rsync-Skripte zurückgreifen, für Versionsverwaltung bieten sich SVN, CVS oder git an.

Screenshots zu iFolder sind hier zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Installation des iFolder-Servers

Vorbereiten des Systems

Die Programmdateien für iFolder werden von Novell in Form eines xml-Package-Metadata-Repositories bereit gestellt. Dies bedeutet, dass die Software mit Yum automatisch installiert und auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Um dies zu erreichen, muss die repository-Datei in das Verzeichnis /etc/yum.repos.d/* kopiert werden.

Der iFolder-Server hat darüber hinaus Abhängigkeiten zu Mono. Diese werden bis auf zwei Ausnahmen bei Fedora Core bereits mitgeliefert. Die Ausnahmen sind xsp und mod_mono, die vom Mono-Projekt als rpm bereit gestellt werden: xsp, mod_mono. Diese Pakete werden ebenfalls als Repository bereit gestellt, die Repository-Datei dafür muss ebenfalls nach /etc/yum.repos.d/* kopiert werden.

[root]# wget http://www.go-mono.com/download-stable/fedora-5-i386/mono.repo /etc/yum.repos.d/mono.repo


Achtung Achtung: Das Mono-Projekt-Repository enthält aktualisierte Mono-Pakete, die Fedora-eigene Pakete aktualisiert. Wer diesen Weg geht, sollte bei eventuellen Bugs oder Problemen darauf achten!

Installation der Software

Dank yum ist dieser Schritt äußerst unspektakulär: Das Paket ifolder3-server kann z.B. mit Pirut oder der Kommandozeile installiert werden:

[root]# yum install ifolder3-server

Einrichten des Servers

Das Standard-Passwort sollte vor dem ersten Start geändert werden. In der Datei findet sich der entsprechende Eintrag. Des Weiteren erfordert der iFolder-Server, dass das Verzeichnis existiert und im Besitz der Gruppe und des Nutzers apache ist. Falls es nicht vorhanden ist, kann es mit den Befehlen

[root]# mkdir /var/www/.config
[root]# chown -R apache:apache /var/www/.config

erstellt und richtig zugeordnet werden.

Auch muss sichergestellt werden, dass mono nicht im Hintergrund läuft - notfalls muss es beendet werden.


iFolder-Server starten

Für den Start des iFolder-Servers muss der apache neu gestartet werden, was entweder über die graphische Oberfläche system-config-services oder die Kommandozeile möglich ist:

[root]# service httpd restart

Danach kann man sich als admin einloggen, in dem man mit einem Webbrowser die Adresse

http://localhost/admin

aufruft. Dort können iFolder-Nutzer und iFolder-Verzeichnisse erstellt werden. iFolder-Nutzer haben übrigens nichts gemeinsam mit den System/Linux-Nutzern! Nutzer können auf die Adresse

http://localhost/ifolder

zugreifen oder Clients entsprechend konfigurieren.

Probleme

Falls etwas schief geht, kann das Problem eventuell durch einen Neustart des apache beseitigt werden. Falls dies nichts hilft, gibt es auch die Sektion "Troubleshooting" im Wiki des iFolder-Projekts.

Installation des iFolder-Clients

Vorbereiten des Systems

Wie beim Server werden die Programmdateien für iFolder durch das iFolder-Projekt in Form eines xml-Package-Metadata-Repositories bereit gestellt. Dies bedeutet, dass die Software mit yum automatisch installiert und auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Um dies zu erreichen, muss die repository-Datei in das Verzeichnis /etc/yum.repos.d/* kopiert werden.

Installation der Software

Dank yum ist dieser Schritt äußerst unspektakulär: Das Paket ifolder3 kann z.B. mit Pirut oder der Kommandozeile installiert werden:

[root]# yum install ifolder3

iFolder Client starten

Der Client kann mit dem Befehl ifolder oder über das Menü gestartet werden.

Probleme

Der Client liegt für Fedora Core zur Zeit nur in der Version 3.4 vor, die aktuelle Entwicklerversion ist aber 3.5. Damit fehlen dem hier beschriebenen Client einige Fähigkeiten der neuesten Version.


Weblinks