GRUB

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GRUB (GRand Unified Boot-loader) ist der Standard-Bootloader auf Fedora Core Linux. GRUB wurde innerhalb des GNU Hurd-Projektes als Bootloader entwickelt und wird unter der GNU General Public License (GPL) vertrieben.

Inhaltsverzeichnis

Leistungsmerkmale

GRUB

  • liest verschiedene Dateisysteme (ext2, ext3, UFS, ReiserFS, File Allocation Table (FAT)
  • bootet verschiedenste Betriebssysteme
  • verfügt über eine eingebaute Shell
  • ist relativ einfach konfigurierbar
  • kann per Passwort gesichert werden
  • bootet einen über das Trivial File Transfer Protocol (TFTP) bereitgestellten Kernel


Funktionsweise

GRUB kann in den MBR (Master Boot Record) geschrieben werden.

Wird der Rechner gestartet, so liest der Bootloader Programmcode aus einigen Sektoren, die sich zwischen dem MBR und dem ersten Sektor der ersten Partition befinden. Dieser als Stage1.5 bezeichnete Code wird ausgeführt und kann weitere für die Benutzung von GRUB benötigte Programmteile aus einer normalen Datei laden (z.B. Treiber für weitere Dateisysteme). Nach dem Laden dieser Datei wird die Konfigurationsdatei /boot/grub/grub.conf - eingelesen und verarbeitet. Der Benutzer kann nun über eine Konsole das zu bootende Betriebssystem aus einem Menü auswählen oder Befehle in der GRUB-Shell eingeben. Dieser Teil ist Stage2 und ist der eigentliche Bootloader, von welchem aus der Kernel (oder ein Bootsektor innerhalb einer logischen Partition) geladen wird.

Die Tatsache, dass GRUB Dateien aus Dateisystemen lesen kann, statt wie andere Bootloader nur auf einzelne Sektoren der Platte zugreifen zu können, gilt natürlich auch für den Kernel, der eben auch eine normale Datei ist. Daher ist es bei GRUB nicht notwendig, selbst darüber Bescheid zu wissen, auf welchen Sektoren der Kernel gespeichert ist, was ein Neuschreiben der Bootinformationen etwa nach einem Kernel Update unnötig macht.


Siehe auch


Weblinks