Fritzcard mit den Treibern von AVM (Capi)

Aus Fedorawiki.de

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung

Dieser Artikel beschriebt die Installation einer Fritzcard PCI v2.0 in Fedora 8.

Inhaltsverzeichnis

Identifizieren der Karte

$ /sbin/lspci |grep ISDN
00:0e.0 Network controller: AVM Audiovisuelles MKTG & Computer System GmbH Fritz!PCI v2.0 ISDN (rev 01)


Aus den Quellen

Installation des CAPI Treibers (Kernelmodule)

Achtung Achtung:

Ab Kernel 2.6.23 funktioniert der hier beschriebene Weg nicht mehr, ohne die Header-Files entsprechend zu patchen. Einfacher ist es, das atrpms-Modul zu benutzen!

Als erstes braucht man das Treiberarchiv von AVM hier.

Das entpackt man und erhält einen neuen Ordner ./fritz in den man wechselt.

tar xvfz fcpci-suseXX-X.XX-XX.tar.gz
cd fritz

Für Fedora 7 ab Kernel 2.6.22.1-27.fc7 ist folgender Patch auf das CAPI-Treiber-Paket(fcpci-suse93-3.11-07.tar.gz) von AVM für die FritzCard PCI anzuwenden: PATCH:

Die Datei "fcpci-suse93-3.11-07-twelter-v2.patch" in das übergeordnete Verzeichnis zu fritz/ ablegen;

dann in das übergeordnete Verzeichnis zu fritz/ wechseln und:

patch -p0 < fcpci-suse93-3.11-07-twelter-v2.patch

Fragen oder Verbesserungen bei Fedora 7 und FritzCard PCI info@mephistopheles.homelinux.org
fertig! und wie folgt weiter:

Der Kernel von Fedora bringt schon den benötigten CAPI Support mit (siehe fritz/compile-help-german.txt) und man braucht das Modul nur übersetzen und installieren (als root).

make
su
make install
depmod

Device Node erstellen

Für das Benutzen des Treibers braucht man natürlich ein Eintrag im device filesystem unter /dev. Dies wird mittels udev realisiert. Dazu erstellt man eine neue Regeldatei z.B. 49-capi.rules im Verzeichnis /etc/udev/rules.d .

# CAPI DEVICES

KERNEL=="capi", NAME="capi20", GROUP=”uucp", MODE="0660″, SYMLINK="faxCAPI"
KERNEL=="capi*", NAME="capi/%n", GROUP=”uucp", MODE="0660"

Die Angaben von Owner und Group können auch weggelassen werden, sie regeln, wer Zugriff auf das Device hat (wichtig für Faxversand oder ähnliches). Der zusätzliche Symlink ist z.B. für CAPI4Hylafax notwendig.

Danach udev neu starten:

start_udev

CAPI Software

Die zum Betrieb des Treibers notwendigen capi4k-utils sind im Paket isdn4k-utils enthalten. Die Konfiguration erfolgt über die Datei /etc/capi.conf. Zum Verwenden mit der Fritzcard muß sie den folgenden Eintrag enthalten:

fcpci - - - - - -

Die richtige Funktion der Treiber kann man nun mit dem Befehl

su -
capiinit

als root ausprobieren.

Überprüfen des Ladens der Kernelmodule

Das Laden der Treiber sollte sich auf zwei Arten bemerkbar machen:

Zum einen sollte die Ausgabe von

/sbin/lsmod

Das Laden der folgenden Kernelmodule enthalten.

...
fcpci                 598296  0
capi                   17921  0
capifs                  6217  2 capi
kernelcapi             47201  2 fcpci,capi
...

Zum anderen sollte dies auch mittels

dmesg

nachvollzogen werden können, d.h., in etwa folgendes enthalten:

...
CAPI Subsystem Rev 1.1.2.8
capifs: Rev 1.1.2.3
capi20: Rev 1.1.2.7: started up with major 68 (middleware+capifs)
fcpci: module license 'Proprietary' taints kernel.
fcpci: AVM FRITZ!Card PCI driver, revision 0.7.2
fcpci: (fcpci built on Oct 14 2005 at 17:39:28)
fcpci: -- 32 bit CAPI driver --
ACPI: PCI Interrupt 0000:00:0e.0[A] -> Link [LNKD] -> GSI 7 (level, low) -> IRQ 7
fcpci: AVM FRITZ!Card PCI found: port 0xb400, irq 7
fcpci: Loading...
fcpci: Driver 'fcpci' attached to fcpci-stack. (152)
fcpci: Stack version 3.11-07
kcapi: Controller 1: fcpci-b400-07 attached
kcapi: card 1 "fcpci-b400-07" ready.
fcpci: Loaded.
...

Weitere Informationen über Karte und Triber erhält man mit dem Befehl

capiinfo
Wichtig Wichtig:

Das Laden der Kernelmodule funktioniert nur, wenn das Hisax Kernelmodul nicht geladen ist.

Das Entladen erledigt man mit dem Befehl /sbin/modprobe -r hisax_fcpcipnp

Automatisiertes Starten

Seit Fedora Core 5 ist in isdn4k-utils ein Initskript für den automatischen Start der CAPI enthalten.

chkconfig capi on
service capi start
Wichtig Wichtig:

Auch wenn es beim Systemstart so aussehen mag, vertragen sich CAPI und ISDN nicht, deshalb muss ISDN deaktiviert werden:

service isdn stop
chkconfig isdn off
mv /etc/sysconfig/isdncard /etc/sysconfig/isdncard.back

Außerdem müssen in /etc/modprobe.conf eventuelle Einträge für Hisax- oder andere ISDN-Module auskommentiert werden.

Mit Hilfe von Yum

Entsprechende Pakete gibt es von ATrpms. Hat man das repository korrekt eingebunden reicht ein einfaches

yum install fcpci

um das Kernelmodul zu installieren. Eine Spec-File und ein srpm (um z.B. für einen selbstkompilierten kernel ein rpm zu bauen) finden sich ebenfalls bei ATrpms.