Fedora Core 6
Aus Fedorawiki.de
Fedora Core 6 wurde am 24. Oktober 2006 veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis |
Paketversionen
- Linux-2.6.18
- gcc-4.1.1
- glibc-2.4.90
- xorg-7.1
- Gnome 2.16
- KDE 3.5.4
- XFCE 4.3.99 (RC1 von XFCE 4.4)
- OpenOffice.org 2.0.4
- Gaim 2.0
Bis auf Gaim 2.0 (welches noch nicht veröffentlich ist), Gnome 2.16 und OpenOffice.org 2.0.4 entspricht dies allerdings auch dem Stand von FC5.
Oberflächliches: Der Desktop
Design
Eine der größten Neuerungen dürfte die neue Standardschriftart sein: Dejavu. Für deutschsprachige User ist der Unterschied allerdings nicht so stark spürbar, da sie auf der bisherigen Schrift "Bitstream Vera" basiert und die meisten Änderungen andere Sprachtypen betreffen.
Das neue Iconset "Echo", wird es aber leider nicht in FC6 schaffen, da es noch nicht komplett genug ist. Wenn dies der Fall sein sollte, wird es ein Paket in Fedora Extras geben. Dafür wurde aber die Fensterdekoration von Metacity etwas dezenter gestaltet und ein neues Hintergrundbild erstellt, das wie bisher auch beim Login-Manager, Grub-Bootscreen und Gnome-Splashscreen Verwendung findet.
Desktop Environments
In Bezug auf die Desktop Environments wird die gößte Änderung die Integration von Gnome 2.16 sein. Nach dem einmaligen Releaszyklus von neun Monaten bei FC5 sind die Releasetermine von Gnome und Fedora Core jetzt aneinander angepasst, so dass mit einer neuen Fedora Version auch eine neue Gnome-Version integriert werden kann. KDE bleibt bei FC6 auf dem aktuellen Stand von 3.5.4 stehen, da sich dass KDE-Projekt mittlerweile hauptsächlich auf KDE 4 konzentriert, welches erst 2007 erscheinen wird. Ein späteres Update auf KDE 3.5.5 ist aber wahrscheinlich. XFCE ist in der Version des ersten Release Kandidaten von XFCE 4.4, 4.3.99, integriert.
X- und 3D-Graphik
Die von Red Hat und Fedora favourisierte 3D-Beschleunigung, AIGLX ist ebenfalls umfangreich verbessert worden. So kann jetzt als Windowmanager neben Metacity auch Compiz verwendet werden - eine graphische Oberfläche für den Wechsel zwischen den beiden ist in Fedora Core 6 fest integriert. Screenshots von laufendem AIGLX auf Fedora Core 6 sind hier zu sehen. Trotz allem ist die Unterstützung von AIGLX durch die einzelnen Grafiktreiber noch durchwachsen: so unterstützen zwar die neuesten NVIDIA Treiber in der Beta Version AIGLX, bei ATI wartet man derzeit noch vergeblich auf diese Funktion, sie ist aber für "demnächst" zugesagt.
Von allen wichtigen Treibern wird aber auf jedem Fall die neue X-Version, 7.1, unterstützt. Auch die neuesten proprietären ATI- und NVIDIA-Treiber laufen problemlos mit dieser Xorg-Version.
Anwendungsprogramme
Veränderungen bei den Anwendungsprogrammen erhielt zum einen der Firefox, indem ihm ein Javaplugin spendiert wurde. Damit soll es nun möglich sein, javabasierende Webseiten zu benutzen. Fedora Core benutzt bekanntlich nicht das Original-Java von Sun, sondern einen freien Nachbau, basierend auf dem gcj. Dieser bemüht sich, alle Fähigkeiten von SUNs Java nachzubilden, dieser Prozess ist aber noch in der Entwicklung, was bei FC5 dazu führte, dass das Web-Plugin fehlte. Zum anderen wurde der HelixPlayer aus Core entfernt und nach Fedora Extras geschoben, da Totem mittlerweile ähnliche Funktionalitäten bietet.
Bewegendes: Die Geschwindigkeit
Der Buildprocess der Pakete in Fedora Core wurde optimiert, so dass ein Geschwindigkeitszuwachs von bis zu 50% bei Anwendungen, die dynamisches Linken benutzen, möglich wird. Dies ist allerdings (subjektiv) noch nicht spürbar, so dass eine endgültige Verifizierung noch auf sich warten lässt.
Einen wirklich spürbaren Geschwindigkeitszuwachs erhielt dabei allerdings yum, indem das Parsen der Metadaten neu implementiert wurde.
Notwendiges: Die Systemadministration
Der Installer von Fedora Core, Anaconda, kann nun schon während der Installation mit zusätzlichen Repositories (zu dem in dieser Situation auch Fedora Extras gehört) Kontakt aufnehmen, sodass der Installationsprozeß flexibler wird, und eine nachträgliche Konfiguration und Installation von Paketen entfällt.
Auch hat das Software-Management-Programm yum einige Veränderungen erfahren, die eine signifikante Beschleunigung des Programmablaufs mit sich bringen sollen.
Neu hinzugekommen ist dagegen das yum-applet [puplet], dass in der Statusleiste über neue Updates informiert. Damit schließt es die seit FC4 bestehende Lücke, nachdem das bisherige rhn-applet mit FC5 aus der Distribution entfernt wurde.
Auch wurde ein graphisches Programm zum Umgang mit SELinux hinzugefügt: mit Hilfe des Troubleshooters können die Auswirkungen von SELinux live überwacht und bei Bedarf mehr Informationen eingeholt werden. Auch werden bei bekannten und häufig auftretenden Problemen detaillierte Lösungsvorschläge angeboten.
Tiefgreifendes: Änderungen auf Systemebene
Nachdem Apple mittlerweile auf Intelprozessoren setzt, wird Fedora Core 6 die erste Fedoraversion sein, die eine Unterstützung dafür mitbringt. Das grafische Systemtool für die Druckerkonfiguration, system-config-printer, basiert jetzt auf dem neuen cups-1.2, welches einige Erweiterungen mitbringt. Alles, was zu Gnome 1.x gehörte, wurde zudem aus Core entfernt und nach Extras verschoben. Außerdem gibt es keine unterschiedlichen Kernel für Ein- und Mehrprozessorsysteme mehr, da dies mit der Veröffentlichung des Kernels 2.6.17 überflüssig geworden ist.
Fedora Core 6 herunterladen
Informationen zum Download finden sich hier im Wiki: Download
Links
- Präsentation auf Basis dieses Artikels
- Referenz
- Zukunft von FC6
- Slideshow für FC6
- Veröffentlichungsplan
- Release Notes von Gnome 2.16
- Eine Screenshot-Tour durch FC6
- FC6 Release Highlights - Die wichtigsten Neuerungen in Fedora Core 6 aus den Release Notes
- Fedora Core 6 – gut aussehend - Artikel auf heise open zu Fedora Core 6