Fedora 7
Aus Fedorawiki.de
Die kommende Version von Fedora soll am 31. Mai 2007 erscheinen. Bis dies soweit ist, werden hier die interessantesten Neuerungen vorgestellt.
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Generelles zur Distribution
Fedora legt ab der siebten Version die Namenszusätzen Core oder Extras im Namen ab. Hintergrund dabei ist die Verschmelzung mit der beiden Repositories zu einem gemeinsamen Paketarchiv. Zudem wurde die Verteilung über die verschiedenen Medien (ab jetzt Spins genannt) erweitert. So gibt es jetzt eine LiveCD mit Gnome und eine mit KDE als Desktop. Beide LiveCDs können auch auf die Festplatte installiert werden. Die klassische Variante, CDs und DVDs mit beiden Desktopvarianten, heißt ab jetzt Prime und wird auch angeboten. Desweiteren gibt es einen Spin namens Everything, der, wie der Name schon sagt, alle Pakete des zusammengelegten Repositories enthalten soll.
Paketversionen
- Linux 2.6.21
- gcc 4.1.2
- glibc 2.5.90
- X.org 7.2
- Gnome 2.18
- KDE 3.5.6
- XFCE 4.4
- OpenOffice.org 2.2
Optisches
Wie zu jedem Release hat Fedora auch diesmal ein neues Standardthema erhalten. Genannt wird es "Flying High" und hat zum Motto "Flying high with Fedora". Zudem wird es das neue Icon-Theme "Echo" nach dem verpassten Einzug in Fedora Core 6 wieder nicht als offizielles Theme in die Distribution schaffen. Anstatt dem altbekannten BlueCurve wurde das Standardicontheme von Gnome an die Farben von Fedora angepasst.
Desktop Environments
Wie üblich wird durch den angepassten Releasezyklus die neue Version von Gnome 2.18 integriert werden. Diese weist vor allem Detailverbesserungen auf. Die beiden anderen Desktop Environments, KDE und XFCE, haben zwischenzeitlich keine neuen Versionen herausgebracht bzw. wurden schon in Fedora Core 5 und Fedora Core 6 auf den aktuellen Stand gebracht. Eine der größten Neuerungen hier dürfte zudem die Implementation eines schnellen Benutzerwechsels sein. Was sich zuerst vielleicht trivial anhört, bedurfte jedoch einiger Anpassungen, da Fedora z.B. die Rechte zum Zugriff auf manche Geräte (unter /dev/) dem erstangemeldeten Benutzer zusicherte. In GNOME wurde dazu auch eine Minianwendung fürs Gnome-Panel integriert, die schnelle Umschaltung ermöglicht.
X- und 3D-Graphik
Als eine der ersten Distributionen bringt Fedora den neuen, 3D-beschleunigten Open-Source-Treiber für Nvidia-Karten mit : nouveau. Dieser befindet sich dabei aber selbst noch in einer frühen Entwicklungsphase, so dass er den nv nicht als Standardtreiber ersetzen wird, sondern eher für Tests gedacht ist. Compiz, Beryl oder Spiele werden damit auch noch nicht funktionieren. Mit der Implementierung von RandR in Version 1.2 in xorg 7.3 ist es nun zudem möglich, Monitore im laufenden Betrieb anzuschließen und zu konfigurieren, dies ist aber bisher nur mit dem Intel-Treiber möglich.
Anwendungsprogramme
Da Fedora sowieso in den meisten Fällen die Programmversionen noch während des Lebenszyklus einer Distributionsversion erhöht, ist hier nicht allzuviel neues zu erwarten. Die größte Neuerung ist dabei auch der nun von Haus aus integrierte Firefox 2, inklusive neuen Bookmarks und das aktuelle Openoffice.org 2.2. Openoffice.org, Firefox und Thunderbird nutzen nun ein gemeinsames Wörterbuch. Dazu wurde hunspell von OpenOffice.org getrennt und für Gecko verfügbar gemacht. Eclipse wurde mit diversen Plugins erweitert.
Änderungen auf Systemebene
Eine deutliche Änderung findet sich im Rahmen der Festplatten-Treiber: der alte "ide-stack" wurde durch die neuere Implementierung der libpata ersetzt. Dies hat zur Folge, dass alle IDE-Geräte nun wie SCSI/SATA-Gerätenamen angesprochen werden (/dev/hda wird zu /dev/sda).
Darüber hinaus wird neben xen zudem die Virtualisierungslösung KVM, die seit Linux 2.6.20 offizieller Teil des Kernels ist, mit unterstützt. Dies betrifft auch die Virtualisierungsanwendung virt-manager Auf Kernelebene wurde die Unterstützung von Firewire verbessert. Der Standard-Kernel wird "tickless". Normalerweise gibt es 100 bis 1.000 Timer-Ticks pro Sekunde, mit den Dynamic Ticks wird diese Anzahl reduzieren, damit soll das Power Management verbessert werden. Ein unbelasteter Rechner kann so die Leistungsaufnahme senken. Diese neue Funktion steht bisher nur auf 32-Bit-x86-Rechnern zur Verfügung und stoppt die Timer-Interrupts leider nur, wenn der Rechner nichts zu tun hat. Smolt ist ein sehr einfaches Hardware Reporting Werkzeug für Fedora und Fedora basierende Betriebssysteme. Es sammelt die Hardware-Informationen des Benutzers und sendet sie an eine Sammelstelle für Analyse, so sollen sich in Zukunft Hardware-Probleme besser lösen lassen. Durch Verbesserungen soll Yum nun schneller arbeiten. Die WLAN-Unterstützung wurde weiter ausgebaut. So bringt Fedora jetzt offiziell Firmware für die Karten mit den Chipsätzen ipw2100, ipw2200 und ipw3945 mit. Es wurde auch der neue WLAN stack des Kernels integriert, die enthaltenen Treiber greifen aber noch nicht darauf zurück.
Updates
Aufgrund der bereits erwähnten Änderung der Festplatten-Treiber kann es zu Problemen bei einem Update mit Hilfe von yum kommen! Aus diesem Grund sollten bestehende Fedora Core 6 Installationen nur über die Upgrade-Funktion der CDs/DVDs aktualisiert werden.

