File Transfer Protocol
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Das File Transfer Protocol (engl. für Dateiübertragungsverfahren), kurz FTP genannt, ist ein Netzwerkprotokoll für den Datenaustausch zwischen Client und Server. Die häufigste Anwendung ist das Hochladen von lokal gespeicherten Dateien auf einen Server im Internet. Das Protokoll ist im RFC 959 beschrieben.
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Verbindungsaufbau
Unter Fedora/Linux ist der Aufbau einer Verbindung zu einem FTP-Server sehr einfach. Dabei gibt es eine ganze Reihe an Anwendungen, die als FTP-Client, also Zugriffsprogramm, eingesetzt werden können.
Nautilus
Der GNOME-Dateimanager Nautilus bringt von Haus aus Unterstützung für das File Transfer Protocol mit. Dieser bietet nicht den vollen Funktionsumfang wie ein professionelles FTP-Programm, ist dafür aber sehr simpel zu bedienen und sollte für gelegentliches Hoch- und Herunterladen von Dateien ausreichen.
Der einfachste Weg eine neue Verbindung aufzubauen, ist im GNOME-Hauptmenü unter Orte den Menüpunkt "Verbindung zu Server ..." zu wählen.
Wie im nebenstehenden Bild zu sehen ist, wird als Dienste-Typ "Öffentlicher FTP" oder, wie in unserm Fall, "FTP (mit Zugangsbeschränkung)" gewählt. Im Server-Feld wird die Adresse des Servers eingegeben, zu dem eine Verbindung hergestellt werden soll. Port und Ordner können, müssen aber nicht angegeben werden. Im Bild sind hier die Standardwerte eingetragen. Anschließend muss noch der Benutzername eingetippt werden, die Passwortabfrage erfolgt nach einem Klick auf "Verbinden". Wird zudem die Checkbox "Lesezeichen hinzufügen" aktiviert und ein passender Lesezeichenname eingegeben, taucht der FTP-Server künftig als Eintrag in Nautilus auf und kann fast wie ein lokaler Ordner behandelt werden.
Alternativ kann auch der schnellere Weg über das Eingabefeld in der Adressleiste gewählt werden. Dazu einfach eine Adresse wie "ftp://username.server.com" eintippen. Passwortabfrage usw. erfolgt dann anschließend.
Um Dateien Hoch- bzw. Herunterzuladen werden sie einfach kopiert und am gewünschten Ort eingefügt.
ftp
Das Shell-Programm ftp bietet einen FTP-Client mit hohem Funktionsumfang gehört wie ncftp zur Grundeinrichtung von Fedora
Gestartet wird es in der Konsole über den Befehl ftp. Die Eingabe von ? zeigt eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Kommandos.
Das Programm ftp ist eher für Skripten vorgesehen während ncftp für den interaktiven Einsatz in der Shell bestimmt ist.
Paketname: ftp
Projektseite: ftp://ftp.uk.linux.org/pub/linux/Networking/netkit
Enthaltene Dateien:
/usr/bin/ftp /usr/bin/pftp - symbolische Verknüpfung mit /usr/bin/ftp /usr/share/man/man1/ftp.1.gz /usr/share/man/man1/pftp.1.gz - symbolische Verknüpfung mit /usr/share/man/man1/ftp.1.gz /usr/share/man/man5/netrc.5.gz - Beschreibt die Datei .netrc in ~
Die Datei .netrc im Heimverzeichnis des jeweiligen Nutzers enthält race conditions, also Bedingungen zur Laufzeit.
(Angemerkt sei hier das "rc" oftmals race conditions beschreibt)
So können in dieser Einstellungsdatei allgemein gültige Angaben, wie z.B. ein Rechner zu dem automatisch verbunden werden soll und spezielle Angaben wie Nutzername und Kennwörter (allerdings in Klartext) gemacht werden. Diese Datei wird in Fedora nach Einrichtung eines Nutzers nicht erstellt und muss bei Bedarf erstellt werden.
Firefox
Auch mit dem Browser Firefox ist es möglich, eine Verbindung zu einem FTP-Server aufzubauen. Das Programm unterstützt dabei jedoch nur lesenden Zugriff. Dateien auf dem Server können weder verändert noch hinzugefügt werden.
Um die Verbindung herzustellen wird in die Adresszeile des Firefox' die Serveradresse, beispielsweise "ftp://username.server.com", eingetragen. Nach einem Druck auf Enter öffnet sich ein Fenster zur Authentifizierung, in dem Benutzername und Passwort eingegeben werden müssen. Anschließend listet Firefox alle Dateien und Ordner auf dem FTP-Server auf, die dann betrachtet werden können.
Ferner existieren auch AddOns für den Browser, die einen erweiterten FTP-Zugriff erlauben.
FileZilla
FileZilla ist ein professionelles, eigenständiges FTP-Programm, mit dem über FTP, FTPS und SFTP auf einen Server zugegriffen werden kann. Es bietet viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten und ist auf mehreren Betriebssystemen einer der am meisten eingesetzten FTP-Clients. Die Installation erfolgt schnell und einfach über das Fedora-Repository.
Eine Verbindung kann entweder sofort durch das Eingeben der Zugangsdaten in der dafür vorgesehenen Leiste erfolgen, oder durch das Hinzufügen eines Servers in einem speziellen Manager. Dabei lassen sich auch sofort einige Einstellungen vornehmen.
Ist die Verbindung einmal hergestellt, können beliebige Dateien in der Zwei-Spalten-Ordneransicht hin und her geschoben werden. Weitere Dateien werden in der Warteschlange gelistet, die übersichtlich den aktuellen Fortschritt des Uploads anzeigt.