DVB-Sticks

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Der Artikel erläutert die Installation von DVB-T USB-Sticks oder Karten, falls diese vom Linux-Kernel der aktuellen Fedora-Versionen unterstützt und automatisch erkannt werden. Ist das nicht der Fall, so hilft die Compilierung und Installation eines v4l-dvb-Treibers, wie es beispielhaft im Artikel Intuix_S800 beschrieben ist.

Achtung Achtung: Diese Anleitung wurde für Fedora 12 anhand eines Terratec T3 DVB-T Sticks getestet. In Fedora 11 wird dieses Gerät noch nicht unterstützt.


Inhaltsverzeichnis

Erkennung

Installation der Firmware

Nach Einstecken des DVB-T USB-Sticks bekommt man mit dem Kommando

 # dmesg | grep -i dvb
 dvb-usb: found a 'Terratec Cinergy T USB XXS/ T3' in cold state, will try to load a firmware
 usb 1-2: firmware: requesting dvb-usb-dib0700-1.20.fw
 dvb-usb: did not find the firmware file. (dvb-usb-dib0700-1.20.fw) 
 Please see linux/Documentation/dvb/ for more details on firmware-problems. (-2)
 usbcore: registered new interface driver dvb_usb_dib0700

angezeigt, dass es sich um ein Terratec Gerät handelt und der DVB-Treiber dvb-usb geladen wurde sowie die Firmware dvb-usb-dib0700-1.20.fw benötigt wird. Fehlen diese Zeilen, so wird der Stick zwar als USB-Gerät erkannt, aber nicht von den DVB-Kernelmodulen unterstützt. Dann bleibt leider nur der Weg über die Kompilierung und Installation eines v4l-dvb-Moduls. Erste Anlaufstelle für Firmware von TV-Karten und Sticks ist http://linuxtv.org/downloads/firmware/. Dort befindet sich auch die benötigte Firmware-Datei für das Terratec T3, die heruntergeladen und nach /lib/firmware kopiert werden kann:

 # cd /lib/firmware
 # wget http://linuxtv.org/downloads/firmware/dvb-usb-dib0700-1.20.fw

Nach dem Aus- und wieder Einstecken des DVB-Sticks sollte die Firmware geladen werden, was man wieder mit dem Befehl dmesg überprüfen kann:

 # dmesg | grep -i dvb
 dvb-usb: downloading firmware from file 'dvb-usb-dib0700-1.20.fw'
 dib0700: firmware started successfully.
 dvb-usb: found a 'Terratec Cinergy T USB XXS/ T3' in warm state.
 dvb-usb: will pass the complete MPEG2 transport stream to the software demuxer.
 DVB: registering new adapter (Terratec Cinergy T USB XXS/ T3)
 DVB: registering adapter 0 frontend 0 (DiBcom 7000PC)...
 DiB0070: successfully identified
 dvb-usb: schedule remote query interval to 50 msecs.
 dvb-usb: Terratec Cinergy T USB XXS/ T3 successfully initialized and connected.


Achtung Achtung: Jetzt ist ein Reboot notwendig, um den DVB-Stick nutzen zu können.

DVB-Stick testen und Kanalliste erzeugen

Vor der Installation und dem ersten Aufruf eines TV-Programms kann man die Funktion des DVB-Sticks mit dem Kommando w_scan testen. Netter Nebeneffekt ist, dass man damit gleich eine Kanalliste channels.conf erzeugt, die später in TV-Programme importiert werden kann.

[root]# yum install w_scan recode

Nach Installation der Pakete w_scan und recode den DVB-Stick einstecken und als z.Z eingeloggter User folgende Kommandos aufrufen:

 w_scan -c DE -X > channels.conf
 recode l1..u8 channels.conf

Wenn alles gut gegangen ist, dann enthält die channels.conf Zeilen wie

 DasErste(BR):738000000:INVERSION_AUTO:BANDWIDTH_8_MHZ:FEC_AUTO:FEC_AUTO:...

Da w_scan die Kanalliste nicht in UTF-8 sondern in Latin-1 Zeichenkodierung speichert, sollte man die channels.conf mit dem recode-Kommando konvertieren, weil es sonst später zu Import-Fehlern kommen kann.

Für Kaffeine statt -X die Option -k wählen, z.B.:

 w_scan -c DE -k > ~/.kde/share/apps/kaffeine/channels.dvb


Getestete DVB-Karten und Sticks

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DVB-Karten und Sticks
Modell Firmware Chipsatz Anmerkungen
Asus Mycinema 3100 dvb-usb-dib0700-1.20.fw Unterstützt ab F11, nur für USB ID 0b05:173f
Pinnacle PCTV DVB-T Stick Solo 72E dvb-usb-dib-0700-1.10.fw oder dvb-usb-dib0700-1.20.fw DiB7000PC Unterstützt ab F11
Terratec Cinergy T2 (out of box)
Terratec T3 dvb-usb-dib0700-1.20.fw DibCom 7770 Unterstützt ab F12

Wenn Dein Modell hier fehlt, auf der Seite DVB-T USB Devices im englischen LinuxTV-Wiki findest Du eine umfangreiche Liste der von Linux unterstützten DVB-T Geräte.

Programme für den TV-Empfang

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anwendungen, die sich mit einer TV-Karte nutzen lassen. Einige Applikationen erlauben dem Nutzer zeitversetztes Fernsehen oder die Aufnahme des laufenden Programms, beispielsweise Me-TV für GNOME oder Kaffeine für KDE.

<b>Achtung</b> <b>Achtung:</b> In Fedora 12 muss neben dem Paket me-tv oder kaffeine auch noch xine-lib-extras-freeworld installiert werden. Es wird nicht automatisch über Abhängigkeiten nachgeladen!


Weblinks