Compiz

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Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung
Wichtig Wichtig: Dieser Artikel ist noch nicht an Fedora 8 angepasst.

Inhaltsverzeichnis

Installation

Compiz ist der Compositing Manager, der in Fedora Core 6 in der Standardinstallation enthalten ist. Falls nicht oder wurde von einer früheren Fedoraversion auf FC6 aktualisiert, muss er noch nachinstalliert werden:

[root]# yum install compiz

Damit compiz funktioniert, muss Aiglx oder auch Xgl aktiv sein. Mit neueren Nvidia-Grafikkartentreibern soll es zudem auch ohne die beiden gehen.

Benutzung von Compiz

unter GNOME

In diesem Artikel wird nur die Verwendung von Compiz als Composition Manager beschrieben, da dieser am Einfachsten zu installieren und aktivieren ist. Dazu muss nur im Menü auf den Punkt System -> Einstellungen -> Deskop Effects geklickt werden, damit sich ein Fenster öffnet, in dem man Compiz über den Schalter "Enable Desktop Effects" aktivieren kann:

Compiz ersetzt dabei den Standardwindowmanager von Gnome, metacity. Sicherheitshalber erscheint nach der Aktivierung ein Fenster, indem man mehrere Sekunden Zeit hat, zu den alten Einstellungen zurückzukehren ("Use Previous Settings") oder die neuen beizubehalten ("Keep Settings"). Wenn die Einstellungen übernommen werden, ist Compiz aktiviert und man kann ab sofort die neuen Effekte bewundern.

Um Compiz wieder zu auszuschalten, muss der Schalter einfach wieder deaktiviert werden.


unter KDE

Bei KDE sieht der Start etwas schwieriger aus, da in KDE kein Menüpunkt namens Desktop Effects existiert. Es ist zwar auch möglich, das Hilfprogramm aus einer Konsole zu starten, die Änderungen werden dabei aber nur bis zum Logout beibehalten. Beim Ausschalten der Effekte wird zudem metacity, nicht kwin geladen. Um compiz auch unter KDE zu benutzen, ist das Einfachste, ihn direkt beim Start von KDE zu laden. Legt dazu eine Datei in Eurem Homeverzeichnis unter .kde/Autostart/compiz.desktop an, die folgenden Inhalt hat:

[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Exec=compiz --replace gconf & gnome-window-decorator &
GenericName[en_US]=
StartupNotify=false
Terminal=false
TerminalOptions=
Type=Application
X-KDE-autostart-after=kdesktop

Beim nächsten Login sollten Euch auch nach etwas längerer Wartezeit die wackelnden Fenster begrüßen.


unter XFCE

Zuerst sollte man sich aus XFCE ausloggen und alle gespeicherten Sitzungen löschen.

rm ~/.cache/xfce4/sessions/*
cp /etc/xdg/xfce4-session/xfce4-session.rc ~/.config/xfce4-session/

Anschließend muß man die Datei ~/.config/xfce4-session/xfce4-session.rc bearbeiten, und die Failsave Session wie folgt ändern:

[Failsafe Session]
Count=5
Client0_Command=compiz
Client0_PerScreen=False
Client1_Command=gnome-window-decorator
Client1_PerScreen=False
Client2_Command=xfce4-panel
Client2_PerScreen=False
Client3_Command=Thunar,--daemon
Client3_PerScreen=False
Client4_Command=xfdesktop
Client4_PerScreen=False

Nimmt man diese Änderungen als root in /etc/xdg/xfce4-session/xfce4-session.rc vor, gelten sie für alle Nutzer, die keine eigene ~/.config/xfce4-session/xfce4-session.rc und keine gespeicherten Sitzungen haben.

Einstellungen von Compiz

Die wichtigsten Einstellungen von Compiz befinden sich dabei in dem oben genannten Fenster von "Desktop Effects":

  • Windows Wobble when moved: Das Wackeln der Fenster bei Bewegung an-/abschalten
  • Workspaces on a Cube: Die virtuellen Desktops befinden sich in einem Würfel

Weitere Einstellungen befinden sich bei gconf unter dem Punkt "apps -> compiz" und können z.B. über den gconf-editor verändert werden. Die Dokumentation dazu hält sich aber bisher in Grenzen.


Plugins für Compiz

Die folgenden Plugins können über den gconf-editor unter dem Wert apps/compiz/general/allscreens/options im Wert active_plugins einzeln deaktiviert werden. Ebenso werden dort weitere Einstellungen zu den Plugins getroffen, dessen Funktion anhand der Beschreibung ersichtlich sein sollte (wobei die Dokumentation noch dürftig ist).

Die verfügbaren Plugins im Einzelnen:

  • cube – platziert vier virtuelle Desktops auf den Seitenflächen (je nach persönlichen Vorlieben auf den Außen- oder Innenseiten) eines Würfels, der in 3D dargestellt wird und per Tastenkombination um einen Desktop vor- oder zurückgedreht werden kann. Mit einer anderen Tastenkombination kann das fokussierte Fenster beim Drehen auf die neue Arbeitsfläche mitgenommen werden. Auf Wunsch können auch mehr als vier Desktops verwaltet werden, wodurch aus dem Würfel ein entsprechendes Vieleck wird (z.B. extrudiertes Pentagon).
  • dbus - Ein Backend für dbus
  • decoration – versieht Fenster mit Titelleisten, Rahmen und Buttons (Minimieren, Maximieren, Schließen).
  • fade – lässt Fenster beim Öffnen einblenden und beim Schließen ausblenden.
  • gconf – die Einstellungen werden über gconf verwaltet
  • minimize – versieht das Minimieren und Maximieren von Fenstern mit einer Animation. Dies hat nicht nur kosmetischen Wert, sondern erleichtert u.U. das Verständnis der Metapher "Taskleiste" - der Anwender sieht, dass das Fenster in die Taskleiste verschwindet und kann es so leichter dem Taskleisten-Button zuordnen.
  • move – erlaubt das Verschieben von Fenstern per Tastendruck-Mauskombination.
  • place – verschiebt die offenen Fenster so, dass sie sich nicht mehr überschneiden und sorgt so für Übersichtlichkeit in sehr „vollen“ Desktops.
  • plane - Fenster auf einer "plane" (Übersetzen bitte) platzieren
  • resize – ermöglicht das Verkleinern und Vergrößern von Fenstern.
  • rotate – erlaubt das freie Drehen des mit cube erstellten Würfels mit der Maus.
  • scale – zoomt ein Stück heraus, um Fenster übersichtlich nebeneinander darzustellen; Erlaubt dann per einfachem Klick das gewünschte Fenster in den Fokus zu setzen. Diese Funktion gleicht „Exposé“ bei Mac OS X.
  • switcher – „ALT+Tab“-Fensterwähler mit Live-Miniaturansicht der Fenster (Filme spielen in den Thumbnails weiter, Webseiten werden verkleinert dargestellt, etc.)
  • water – erlaubt es, den Mauszeiger Wellen auf dem Monitor ziehen zu lassen, oder es alternativ regnen zu lassen.
  • wobbly - führt dazu, dass Fenster sich beim Verschieben verformen - in etwa so, als bestünde das Fenster aus einem Stück Stoff.
  • zoom – zoomt auf Tastendruck in mehreren Zoomstufen in den Desktop hinein. Dies ist eine unter Barrierefreiheitsaspekten interessante Funktion.

Compiz Tastenkürzel

Auch keyboard shortcuts genannt

Tastenkürzel Effekt
ALT + TAB Fensterwechsel
Maus in die rechte obere Ecke bewegen Expose ähnliche Anordnung
STRG + ALT + links / rechts Desktopwechsel im Würfel
STRG + ALT + linke Maustaste + Maus bewegen Desktopwürfel drehen
ALT + Scrollen * Transparenz von Fenstern
ALT + Linksklick + Maus bewegen Fenster verschieben
Super Taste (Windows Taste) + Scrollen Zoomen
Super Taste (Windows Taste) + Rechtsklick (halten) Kurz-Zoom
ALT + Rechtsklick Fenster skalieren
Fenster verschieben Fenster wabbeln lassen
  • Bei manchen Systemen auch über die rechte Maustarte auf die Titelleiste des Fensters und dann "opacity" wählen.

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