Centos:CentOS mit aktuellem OpenOffice.org
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Dieser Artikel betrifft die fedora-nahe Distribution Centos. Die folgenden Informationen sind zwar abgeändert auf Fedora übertragbar, können in der Regel aber nicht eins zu eins übernommen werden. Dies betrifft vor allem die Installationsquellen für Softwarepakete. |
Dieser Artikel zeigt eine Installation von OpenOffice.org für CentOS. Bei der Erstellung wurden die Versionen OpenOffice.org v2.0.2 und CentOS v4.3, sowie Sun Java Runtime JRE v1.5 Update 6 verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Wozu OpenOffice auf RHEL/CentOS?
Was soll eine "bleeding edge" OpenOffice Version 2.x auf einer Distribution wie Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 4 Update 3 bzw. CentOS 4.3, bei welcher normalerweise "konservative" Pakete älterer Software Versionen verwendet werden? Da könnte man ja gleich zu Fedora Core 6 oder einer anderen aktuellen (Desktop) Distribution greifen! Richtig, aber es gibt bestimmt auch Gründe für die Verwendung eines Enterprise Linux anstelle von Fedora Core, die aber an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden sollen (beispielsweise könnte auf Basis eines RHEL/CentOS ein Terminal Server (z.B. LTSP) eingerichtet werden und die Benutzer an den (Thin-)Clients sollen dann das aktuelle OpenOffice verwenden können).
Installation
Allgemeines
Um der Installation nicht irgendwelche Probleme durch eine ungenügende Umgebung in den Weg zu legen, wird rpm bewußt in einer Gnome-Terminalsitzung nicht direkt mit su aufgerufen, sondern mittels
su -
eine vollständige root-Umgebung erlangt, ohne sich dauerhaft als root anmelden zu müssen.
OpenOffice.org
Zunächst kann das "alte" Openoffice von CentOS / RHEL mit der bordeigenen Softwareverwaltung deinstalliert werden.
Zur einfachen Installation von OpenOffice die rpm-Dateien von der PrOOx-Box (.iso) verwenden. Aus dem entsprechenden Verzeichnis der CD mittels
alle Pakete installieren.
Es ist sicherlich möglich, auf einzelne Komponenten zu verzichten und diese bei Bedarf nachzuinstallieren. Der Einfachheit halber wird hier aber alles vollständig installiert.
Zum Schluß noch die Desktop-Integrations-rpm-Datei für Red Hat aus dem Unterverzeichnis installieren.
Sun Java JRE
Des Weiteren sollte das aktuelle Java JRE ("1.5" respektive Version 5.0 Update 6) von Sun als rpm in das System integriert werden (vergleiche auch Java für Fedora Core, sowie Java Runtime Environment). Dazu das entsprechende rpm.bin als unprivilegierter Benutzer von java.com herunterladen, in das gewünschte Verzeichnis ablegen und mit
chmod a+x jre-1_5_0-linux-i586-rpm.bin
ausführbar machen. Anschließend die rpm.bin-Datei ausführen.
./jre-1_5_0-linux-i586-rpm.bin
Als privilegierter Benutzer (su -) die entpackte rpm Datei in das Zielverzeichnis kopieren und mit
installieren. Mit exit wieder zum unprivilegierten Benutzerstatus zurückkehren.
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<b>Anmerkung:</b> Für andere Anwendungszwecke von Java (z.B. Webbrowser-Plugins) können weitere Schritte notwendig sein (z.B. Links legen), die aber für OpenOffice.org nicht notwendig sind und deswegen hier nicht weiter ausgeführt werden. Siehe hierzu die Artikel Java Runtime Environment und Java. |
Konfiguration
Ein euphorischer Aufruf von oowriter führt nur zu einer Fehlermeldung, daß die entsprechende Anwendung nicht zu finden sei. Auch mit locate kann kein oowriter gefunden werden.
Openoffice wurde von rpm in /opt/openoffice-2 installiert. In einem Unterverzeichnis programs müßten die entsprechenden Anwendungen zu finden sein. Neben etlichen Bibliotheken sind die Anwendungen auch dort abgelegt, aber nicht als z.B. oowriter, sondern als swriter! Die erste Konfiguration von OpenOffice erfolgt mit dem Aufruf von soffice aus diesem Verzeichnis. Im Anschluß daran müssen die bisherigen Schnellstarter-Schaltflächen der Taskleiste an die neuen Anwendungen angepaßt werden, indem im Kontextmenü "Eigenschaften" die entsprechenden Programme des Unterverzeichnisses programs eingetragen werden, z.B. scalc, sdraw, swriter, simpress. Für die neu hinzugekommene Datenbank (sbase) eine neue Schaltfläche anlegen.
YUM
Es kann sein, dass yum beim nächsten Update versucht die CentOS OOo-Pakte wieder an Ort und Stelle zu bringen. Um das zu vermeiden, sollte man in der yum.conf
exclude=openoffice*
eintragen.
Offene Punkte
Obwohl die OpenOffice-rpm-Datei zur Gnome-Integration installiert wurde, müssen die bisherigen Schnellstarter-Schaltflächen der Taskleiste angepaßt werden.