Boot-Optionen für die Installation

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Dieser Artikel ist Teil der HOWTO Sammlung

Bei der Installation von Fedora auf einem Rechner gibt es diverse Optionen, welche eine Installation erst ermöglichen oder vereinfachen. Es lassen sich Sprache, Bildschirm-Auflösung, Installations-Methode und Netzwerk-Einstellungen vornehmen.

Inhaltsverzeichnis

Verwendung

Die Optionen werden nach folgendem Schema verwendet linux option am boot: Prompt.

linux option1 option2 option3 usw...


Allgemeine Optionen

Option-Name Parameter Beschreibung
expert - Aktivierung von speziellen Funktionen
- Partitionierung von mobilen Medien
Eingabe-Aufforderung für die Treiber-Diskette
askmethod - Frag nach der Installations-Methode
method=cdrom - CD-Rom-basierende Installation
method=http://<ip>/<path> - IP-Adresse und Pfad des Speicherortes angeben
method=ftp://<ip>/<path> - IP-Adresse und Pfad des Speicherortes angeben
method=nfs:<ip>:/directory/ - IP-Adresse und Pfad des Speicherortes angeben
method=hd://<dev>/<path> - Harddisk (hda0 zum Beispiel) und Pfad des Speicherortes angeben
updates - Update des Systems
upgradeany - es werden alle Pakete auf den neusten Stand gebracht.
text - Installation im Text-Modus. Zu empfehlen bei Problemen mit der grafischen Variante
graphical - Startet die Installation im grafischen Modus.
lowres - Grafischer Installer wird mit 640x480 ausgeführt
resolution=<mode> 1024x768 Startet den Installer mit der gewünschten Auflösung.
nofb - Der VGA16 Framebuffer wird nicht geladen.
vga=<Wert> - Die Konsole startet in angegebener Auflösung (z.B. für 1024x768 Wert=0x318). Nötig bei einer deutschen Installation im Textmodus (unter FC 5).
rescue - Startet in den Rettungs-Modus
dd - Verlangt nach einer Treiber-Diskette. Verwendung bei exotischer oder sehr neuer Hardware, wenn Linux-Treiber verfügbar sind und die Geräte beim Start zur Verfügung stehen müssen (RAID-Controller und dergleichen)
driverdisk - wie dd, für mehr Hardware-Optionen siehe weiter unten.
noshell - Startet während der Installation kein Shell auf ttyS2
serial - Startet die serielle Konsolen-Unterstützung
lang=<lang> de Die Sprach-Option muss der von zur Verfügung gestellten Sprachen von kickstart entsprechen.
keymap=<keymap> sg-latin1 Definiert das Tastatur-Layout. Muss auch den von kickstart zur Verfügung gestellten Sprachen entsprechen.
mediacheck - Prüfung des Installations-Mediums anhand der MD5-Checksumme.
nomount - Mountet die vorhandenen Linux-Partitionen nicht automatisch im Resue-Modus
nopass - Übergibt keine Informationen an den zweiten Teil des Installers.
noselinux - Deaktiviert SELinux während der Installation
selinux - Startet SELinux

Hardware-Optionen

Option-Name Parameter Beschreibung
noprobe - keine Hardware-Detektion
headless - Deaktiviert die Suche nach Tastatur, Maus und Grafikkarte/Bildschirm
acpi=off off/on Power Management wird nicht aktiviert.
noapic - nur Power Management des Mainboards wird deaktiviert
ide=nodma - Der DMA-Modus für IDE-Laufwerke wird nicht gestartet
nodmraid - BIOS-unterstütztes RAID wird nicht geladen.
nousb - Es werden keine USB-Treiber geladen.
nofirewire - Die Unterstützung für Firewire-Geräte wird nicht geladen
firewire - Die Unterstützung für Firewire-Geräte wird forciert
nousbstorage - usbstorage-Treiber werden nicht geladen, kann auf SCSI-Systemen helfen
noparport - es stehen keine Treiber für den Parallel-Port während der Installation zur Verfügung
nopcmcia - Der PCMCIA-Controller wird ignoriert
skipddc - DDC-Probe für den Monitor würd übersprungen
isa - Eingabe-Aufforderung für die Konfiguration von ISA-Geräten
memtest86 - Speicher wird überprüft
vesa - vesa-Treiber werden genommen.

Netzwerk

Wenn nicht DHCP verwendet werden will oder kann, können die Netzwerk-Paramter mitgegeben werden. Wenn die Installations über das Netzwerk gewählt wurde, erscheint ein Dialog-Fenster, wo die Daten eingegeben werden müssen.

Option-Name Parameter Beschreibung
ip=<ip> 192.168.100.10 IP-Adresse der zu installierenden Maschine
netmask=<nm> 255.255.255.0 Netzmaske für die Installation
gateway=<gw> 192.168.100.01 Gateway für die Installation
dns=<dns> 192.168.100.02 DNS-Server für die Installation, ist nicht zwingend nötig, wenn nur mit IP-Adressen gearbeitet wird.
dhcpclass=<class> VCI So wird der DHCP Vendor Class Identifier mitgeschickt.

Kickstart

Option-Name Parameter Beschreibung
ks - Aktiviert Kickstart über NFS
kssendmac - Somit lässt sich eine Maschine indentifizieren und so das richtige ks.cfg lesen. Ist eher ein Feature für Fortgeschrittene.
ks=cdrom:/<path>/ks.cfg - CD-ROM und Pfad des Speicherortes des Kickstart-Files angeben
ks=file:/<dev>/<path>/ks.cfg - Harddisk (hda0 zum Beispiel) und Pfad des Speicherortes des Kickstart-Files angeben
ks=hd:/<dev>/<path>/ks.cfg - Harddisk (hda0 zum Beispiel) und Pfad des Speicherortes des Kickstart-Files angeben
ks=http://<ip>/<path>/ks.cfg - IP-Adresse und Pfad des Speicherortes des Kickstart-Files angeben
ks=ftp://<ip>/<path>/ks.cfg - IP-Adresse und Pfad des Speicherortes des Kickstart-Files angeben
ks=nfs:<ip>:/<path>/ks.cfg - IP-Adresse und Pfad des Speicherortes des Kickstart-Files angeben
autostop - Macht den Installations-Ablauf nicht mehr interaktiv

Remote-Access während der Installation

VNC

Option-Name Parameter Beschreibung
vnc - Ermöglicht die interaktive Installation auf einen entfernten System.
vncpassword=<password> passwort Das Passwort für den Zugriff auf VNC während der Installation. Es muss mindestens 6 Zeichen lang sein.
vncconnect=<host>:<port> 192.168.100.200:6000 Damit wird die Übertragung der zu installierenden Maschine auf dein System weitergeleitet, wo der VNC-Viewer im listen-Modus läuft.

Syntax bei

boot: linux vnc vncpassword=123456789

Syntax, wenn die Verbindung von der zu installierenden Maschine gemacht werden soll. Die Firewall muss eventuell angepasst werden und VNC-Viewer muss laufen.

vncviewer -listen

boot: linux vnc vncpassword=123456789 vncconnect=192.168.100.200:6000

Telnet

Option-Name Parameter Beschreibung
telnet - Startet den Telnet-Daemon.
Achtung Achtung: Telnet und VNC sind "unsichere" Dienste, da die Passwörter im Klartext übertragen werden. Deshalb sollte der Einsatz wohl überlegt sein.

Spezielle Optionen

Option-Name Parameter Beschreibung
test - -
debug - Startet pdb sofort
nofallback - Stoppt die Installation wenn Der Start des GUI fehlschlägt
rootpath=<path> /mnt/tmp Ändern des Installations-Pfades, normalerweise /mnt/sysimage
pcic=<contoller> Controller Angabe des PCMCIA-Kontroller, erfordert wohl rechte Sucharbeit
xfs - gestattet das Erzeugen von xfs-Dateisystemen
reiserfs - gestattet das Erzeugen von reiserfs-Dateisystemen
jfs - gestattet das Erzeugen von jfs-Dateisystemen
cmdline - Kommando-Zeilen-Installer
syslogd=<ip>:<port> 192.168.10.05:500 Angabe des Syslog-Servers


Siehe auch