Atheros Karten

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Inhaltsverzeichnis

Atheros W-Lan-Karten

Für W-Lan-Karten mit einem Chip des Herstellers Atheros ist die Installation des MADWiFi (Multiband Atheros Driver for Wireless Fidelity)-Treibers notwendig.

Wichtig Wichtig: Der MADWifi-Treiber funktioniert derzeit nur mit PCI- und PCMCIA-Karten. USB-Adapter werden vom Treiber nicht unterstützt.

Installation über Livna

Zunächst ist die Aktivierung des Livna-Repositories notwendig. Für weitere Informationen siehe Livna.org-Repositories.

Mit dem Befehl

[root]# yum install kmod-madwifi

wird dann das zum aktuellen Kernel passende Treibermodul und seine eventuellen Abhängigkeiten installiert. Falls unter Fedora keine andere Art der Internetverbindung bereitsteht, müssen vom Server von Livna folgende Pakete heruntergeladen werden: kmod-madwifi und madwifi

Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Versionsnummern übereinstimmen und zum verwendeten Kernel passen.


Installation über ATRPMs

Achtung Achtung: Beim Mischen von verschiedenen Repositories sollte beachtet werden, dass dabei auch Kompatibilitätsprobleme zwischen diesen auftreten können. Daher sollte zuvor der Artikel Kompatibilität der verschiedenen Repositories herangezogen werden.

Ein weiteres Repository für Atheros-Treiber ist ATRPMs. Dort finden sich neben aktuellen Treibern für alle Versionen von Fedora Core auch Pakete für Red Hat 9 und Red Hat Enterprise Linux 3 und 4. Der gesamte Treiber besteht hier aus drei Paketen, die wie folgt installiert werden können:

[root]# yum --enablerepo=atrpms install madwifi madwifi-kmdl madwifi-hal-kmdl

Die drei Pakete sind

  • die binäre Firmware (madwifi-0.9.3-29_r1754.fc6.at.i386.rpm),
  • der Firmware-Treiber (madwifi-hal-kmdl-2.6.18-1.2798.fc6-0.9.3-29_r1754.fc6.at.i686.rpm)
  • und der eigentliche Treiber für den WLAN-Adapter (madwifi-kmdl-2.6.18-1.2798.fc6-0.9.3-29_r1754.fc6.at.i686.rpm).

(Beispiel für Fedora Core 6 auf der x86-Architektur)

Installation aus dem Quellcode

Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Quellcode der MADWiFi-Treiber von http://madwifi.org/wiki/Releases herunterzuladen und selbst zu kompilieren. Der Quellcode liegt hier als komprimiertes Archiv (aktuell in Version 0.9.4) vor. Zum Kompilieren der Treiber müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • sharutils (im Besonderen das Programm uudecode)
  • kernel-devel (Devel-Paket des verwendeten Kernel)
  • gcc (GNU Compiler Collection)

Sind diese Bedingungen erfüllt, kann man den Treiber mit dem Befehl

make

kompilieren und mit

[root]# make install

installieren.

Die Aktivierung des Treibers erfolgt mit dem Befehl

[root]# /sbin/modprobe ath_pci


Anmerkung Anmerkung:

Die Kompilierung (make) und die Installation (make install) des MADWiFi-Treibers muss nach jedem Kernel-Update widerholt werden. Eine erneute Einrichtung ist dagegen nicht erforderlich.

Installation mit den Daten aus subversion

Nach dem Wechseln in das Verzeichnis, wo die Quellen abgelegt werden sollten, kann mit folgendem Befehl der Download der benötigten Dateien begonnen werden.

svn checkout http://svn.madwifi.org/trunk madwifi

Wechseln des Verzeichnises

cd madwifi

Nun ist der Weg identisch mit der Installation aus den Sourcen.

Einrichtung

Bei der Verwendung des Treibers werden zwei Schnittstellen erzeugt. Die erste ist wifi0 und bezeichnet die physikalische Hardware. Darauf setzt das Interface ath0 virtuell auf, dies ist die eigentliche Schnittstelle zur WLAN-Kommunikation. Der MADWiFi-Treiber bietet die Möglichkeit bis zu vier virtuelle Schnittstellen auf einem Gerät zu erzeugen und diese gleichzeitig in verschiedenen Modi (Managed, Master, Ad-Hoc oder Monitor) zu betreiben.

Falls der Fall eintritt dass nach der Installation kein Interface mit dem Namen ath0 mit dem Befehl

[root]# iwconfig

zu finden ist. Trägt man eine zusätzliche Zeile in die Datei /etc/modprobe.conf ein.

alias ath0 ath_pci

Alternative Open Source-Treiber

Seit Version 2.6.23 enthält der Linux-Kernel von Fedora das Modul ath5k, welches als komplett freier Open Source-Treiber für Atheros-Karten den MadWifi-Treiber ersetzen soll. Der Treiber ist zur Zeit noch im experimentellen Stadium und nur mit vereinzelten Adaptern nutzbar. Mit diesem Treiber kann derzeit keine WPA-Verschlüsselung über den WPA Supplicant genutzt werden.

Ferner existiert seit kurzem ein Projekt für jüngere Atheros-Adapter namens ath9k. Dieser Treiber soll seperat zum ath5k-Treiber entwickelt werden und neuere Chips nach dem kommenden WLAN-Standard 802.11n unterstützen. Die Aufnahme in den Kernel 2.6.27 ist beschlossen, das bedeutet, das Fedora 10 diesen Treiber bereits mitbringt.

Atheros Ethernet-Karten

Atheros AR8151-Gigabit-Ethernet-Karte

Falls die Ethernet Karte AR8151 v1.0 Gigabit Ethernet von Atheros nicht automatisch erkannt wird, muss der Treiber manuell installiert werden.

Um ersteinmal rauszufinden ob die Karte überhaupt eingebaut ist führt man folgenden Befehl aus

lspci  | grep -i  Ethernet

Die Ausgabe sollte wie folgt aussehen:

03:00.0 Ethernet controller: Atheros Communications AR8151 v1.0 Gigabit Ethernet (rev c0)

Um den Treiber zu bauen muss man folgende Pakte runterladen und installieren:

cloog-ppl
cpp
gcc
gcc-c++
glibc-devel
glibc-headers
kernel-devel
kernel-headers
libgcc
libgomp
libstdc++
libstdc++
ppl

Da man wahrscheinlich keine direkte Interntverbindung hat, gebe ich alle Pakete an. Runterladen kann man sich die Pakete in der Sektion "Builds" auf folgender Seite:

https://admin.fedoraproject.org/pkgdb/?_csrf_token=ed2207867854c66015378871178381870039b1d7

Die Pakete "Kernel-headers" und "Kernel-devel" müssen spezifisch für die verwendete Kernelversion runtergeladen werden.

Die Kernelversion findet man wie folgt raus:

uname -r

Hat man eine direkte Internetverbindung, kann man die Pakete natürlich leichter per

su   # um root zu werden
[root]# yum install cloog-ppl cpp gcc gcc-c++ glibc-devel glibc-headers kernel-devel kernel-headers libgcc libgomp libstdc++ libstdc++ ppl
[root]# exit # Meldet root wieder ab

installieren.

Nun lädt man sich die Datein für den Treiber von der Atheros-Seite runter:

http://partner.atheros.com/Drivers.aspx

Hier lädt man den die Datei in der Sektion "AR81Family Linux Driver" runter.

Das Archiv entpackt man mit folgendem Befehl:

tar zxvf AR81Family-Linux-"die-entsprechende-Versionsnummer".tar.gz

Jetzt wechselt man in den Ordner "src" in dem entpackten Archiv

cd /Pfad/zum/entpackten/Ordner/src

und baut das Modul mit

make

Sollte sich "make" beschweren, das die verwendete Kernelversion veraltet ist, obwohl man eine aktuelle benutzt muss man die Makefile leicht anpassen:

gedit Makefile

Man kommentiert folgenden Bereich mit einer "#" vor jeder Zeile aus:

# ifeq ($(KKVER), 0)
# $(error *** Aborting the build.
# *** This driver is not supported on kernel versions older than 2.4.0)
# endif

Daraufhin führt man "make" erneut auf.

Um die nächsten Schritte durchzuführen muss man sich als root anmelden

su

um dann als root

[root]# make install

auszuführen und das Kernelmodul "atl1e.ko" zu erstellen.


Weiterhin als root kopiert man das erstellte Modul:

[root]# cp ./atl1e.ko /lib/modules/"die_eigene_Kernel_Version"/kernel/drivers/net/atl1e/

Um die Netzwerkarte zu benutzen muss das Modul nur noch geladen werden.

[root]# modprobe atl1e

Soltte eine Fehlermelung wie folgt erscheinen

FATAL: Module atl1e not found.

führt man folgende Befehle aus:

[root]# depmod -a

Jetzt erstellt man ein Modul in /etc/sysconfig/modules

[root]# echo /sbin/modprobe atl1e >> /etc/sysconfig/modules/local.modules

und gibt dem neuen Modul noch die richtigen Berechtigungen mit auf den Weg:

[root]# chmod 755 /etc/sysconfig/modules/local.modules

Startet man jetzt das Modul erneut mit

[root]# modprobe atl1e

sollte die Netzwerkarte erkannt werden. Außerdem sollte das Modul jetzt automatsich beim Systemstart gestartet werden.(Näheres zu modprobe etc hier: http://wiki.ubuntuusers.de/Kernelmodule)

!!Achtung!! Installiert man einen neuen Kernel muss die ganze Aktion erneut durchgeführt werden.



Weblinks