AIGLX mit ATI-Grafikkarten

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<b>Achtung</b> <b>Achtung:</b> Dieser Artikel gilt nicht für Fedora 9 und 10, da es noch keine funktionierenden Treiber für den neuen X-Server gibt

ATI ist einer der größten Grafikkartenhersteller der Welt und bietet auch Treiber für Linux an. Diese sind in der Regel einfach zu installieren. Man muss jedoch viel von Hand machen, damit dieser Treiber auch so funktioniert wie der User will.

Inhaltsverzeichnis

Installation des Treibers

Siehe Installation.

Konfiguration

Damit der Treiber wirklich mit AIGLX arbeitet muss die Datei /etc/X11/xorg.conf bearbeitet werden.
Zuerst wird eine Sicherungskopie erstellt.

[root]# cp /etc/X11/xorg.conf /etc/X11/xorg.conf.bak

Dann werden folgende Inhalte geändert bzw. eingefügt:

Section "ServerLayout"

Option "AIGLX" "on"

Section "Device"

Option "XAANoOffscreenPixmaps" "True"
Option "VideoOverlay" "on"
Option "TexturedVideo" "True"
Option "TexturedVideoSync" "True"
Option "Textured2D" "True"
Option "TexturedXrender" "True"
Option "UseFastTLS" "2"
Option "BackingStore" "True"
Option "MaxGARTSize" "xxx"
Option "BlockSignalsOnLock" "on"
Option "KernelModuleParm" "locked-userpages=0"
Option "UseInternalAGPGART" "no"

Section "Screen"

DefaultDepth 24

Section "DRI"

Mode 0666

Section "Extensions"

Option "RENDER" "Enable"
Option "DAMAGE" "Enable"
Option "Composite" "Enable"
Option "XVideo" "Enable"


Beschreibung der Einstellungen

  • XAANoOffscreenPixmaps: Dieser Eintrag MUSS vorhanden sein, da sonst Compiz-Fusion nicht richtig funktionieren.
  • VideoOverlay: Sorgt für Hardware-beschleunigtes XVideo-Playback.
  • TexturedVideo: Macht jedes Video HW-beschleunigt.
  • TexturedVideoSync: VSync für oben genannte Funktion.
  • Textured2D: Experimentell! Undokumentierte Funktion die 2D-Programme beschleunigt. Wenn der X11-Server nicht mehr funktioniert auf "False" setzen.
  • TexturedXrender: Fügt XRender-Funktionen zu Textured2D hinzu.
  • UseFastTLS: Betrifft nur FireGL-Karten
0 - Standard
1 - fast operation
2 - compatible operation
  • BackingStore: Speichert Pixelpositionen von überfüllten Bildbereichen vom Server. Wenn ein Fenster erneut angezeigt werden muss geschieht dies schneller. Wenn Compiz-Fusion nicht laufen können Bildfehler auftreten.
  • MaxGARTSize: Für xxx sollte der Grafikspeicher in Megabyte eingetragen werden. Da fglrx nicht immer den korrekten Wert erkennt ist auch hier Handarbeit nötig.
  • BlockSignalsOnLock: Stopft Speicherlücken des Treibers.
  • KernelModuleParm: Hebt die Sperrung der Speicherseiten, die speziell einem User zugeteilt wurden, auf.
  • UseInternalAGPGART: Der Treiber wird gezwungen die Verwaltung der AGP-Schnittstelle an den Kernel abzugeben.


Installation von Compiz-Fusion

Um Compiz-Fusion mit allen extras zu erhalten tippt man folgendes ein:

[root]# yum install compiz fusion-icon compiz-bcop compiz-fusion-extras ccsm emerald-themes


Downgrade des X11-Servers

Wer Compiz-Fusion noch immer nicht starten kann sollte diesen Workaround versuchen.

<b>Achtung</b> <b>Achtung:</b> Das Downgrade ist nur erforderlich, wenn man die Treiberversion 8.1 und älter nutzt!

Für i386

[root]# wget http://koji.fedoraproject.org/packages/xorg-x11-server/1.3.0.0/9.fc8/i386/xorg-x11-server-Xorg-1.3.0.0-9.fc8.i386.rpm
[root]# rpm -Uvh --oldpackage xorg-x11-server-Xorg-1.3.0.0-9.fc7.i386.rpm

Für x86_64

[root]# wget http://koji.fedoraproject.org/packages/xorg-x11-server/1.3.0.0/9.fc8/x86_64/xorg-x11-server-Xorg-1.3.0.0-9.fc8.x86_64.rpm
[root]# rpm -Uvh --oldpackage xorg-x11-server-Xorg-1.3.0.0-9.fc7.x86_64.rpm

Nun sollte der Datei /etc/yum.conf folgende Zeile hinzugefügt werden um das RPM von Updates auszuschließen:

exclude=xorg-x11-server-Xorg


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