ACL
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Die Access Control List (ACL), deutsch Zugangskontrollliste, wird von verschiedenen Betriebssystemen und Anwendungen verwendet, um die Benutzerrechte an Dateien und Netzwerkdiensten zu kontrollieren. Sie erweitern dabei das klassische UNIX-Rechtesystem aus Benutzern und Gruppen um individuall einstellbare Rechte.
Linux
Linux unterstützt seit Kernel 2.6.1 ACLs grundlegend. Ob sie auf Dateien anwendbar sind, hängt aber von dem zugrundeliegenden Dateisystem ab. Ebenso hängt vom Dateisystem ab, ob man die Unterstützung von ACLs beim Mounten explizit angeben muss oder ob sie automatisch aktiviert wird:
| Übersicht der Dateisysteme | ||
|---|---|---|
| Dateisystem | Unterstützung | automatische Aktivierung |
| ext2 | ja | nein |
| ext3 | ja | nein |
| xfs | ja | ja |
| jfs | ja | ja |
| reiserfs | ja | nein |
| nfs | ja, NFS v3 FC5 | ja |
| samba | unbekannt | unbekannt |
Graphische Oberflächen für die ACL-Konfiguration stehen unter KDE mit dem Konqueror (ab KDE 3.5) und unter GNOME mit dem Projekt Eiciel zur Verfügung. Eiciel erweitert dabei den Dateimanager Nautilus um entsprechende ACL-Unterstützung.
ACLs unter Fedora Core
Nutzt man ein Dateisystem, bei dem ACLs nicht automatisch aktiviert werden, müssen diesen die ACL-Unterstützung als Boot-Option mitgegeben werden. Dies geschieht, indem man in der Datei /etc/fstab den Eintrag acl bei den Optionen hinzufügt. Z.B. würde aus
/dev/hda7 /home ext3 defaults 1 2
der Eintrag
/dev/hda7 /home ext3 defaults,acl 1 2
werden.