Übersicht WLAN-Chipsätze

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Im folgenden Artikel soll ein Überblick über jene Wireless LAN-Chipsätze gegeben werden, die mit Hilfe nativer Treiber unter Fedora einsetzbar sind (oder sein sollten) bzw. für die Linuxtreiber existieren. Ich beschränke mich hierbei auf die gängigsten bzw. am häufigsten verbreiteten Chipsätze.

Anmerkung Anmerkung: Während einige dieser Chipsätze (z. Bsp. Atmel AT76C5 oder Lucent Orinoco) nicht mehr aktiv produziert werden, sind sie dennoch häufig als Gebrauchtware zu finden. Andere Hersteller wie Atheros oder Intel dagegen bieten kontinuierlich neue und verbesserte Versionen ihrer Chipsätze an.

Inhaltsverzeichnis

Atheros

Adapter mit Atheros-Chipsätzen können mit dem Treiber des MADWiFi-Projekts betrieben werden. Der Treiber besteht aus einem quelloffenen Kernelmodul sowie einem binären HAL (Hardware Abstraction Layer, auch als Firmware bezeichnet) und wird aktiv weiterentwickelt und von Atheros unterstützt. Es werden nur PCI- und PCMCIA-Karten unterstützt.

Lizenz: Dual BSD/GPL (HAL proprietär)
In Fedora enthalten: nein
Homepage: http://madwifi.org/

Atmel

Adapter, die auf dem Atmel AT76C5 basieren, sind seit geraumer Zeit unter Fedora lauffähig. Der dazugehörige Treiber ist Bestandteil von Fedora, kann aber bei Bedarf von der Projektseite heruntergeladen werden.

Lizenz: GPL
In Fedora enthalten: ja (atmel.ko, atmel_*.ko)
Homepage: http://atmelwlandriver.sourceforge.net/

Broadcom

Für die Reihe 43xx von Broadcom existiert ebenfalls ein in Fedora integrierter Treiber, mit dem sich verschiedene WLAN-Adapter mit diesem Chipsatz unter Linux betreiben lassen. Der Treiber befindet sich noch in einem recht frühen Status, bietet aber alle grundlegenden Funktionen an.

Lizenz: GPL
In Fedora enthalten: ja (bcm43xx)
Homepage: http://bcm43xx.berlios.de/

Cisco

Ciscos Aironet-Chipsätze können mit Hilfe des Aironet-Treibers betrieben werden. Dieser Treiber ist in Fedora intergriert und im Quellcode von der Projektseite erhältlich.

Lizenz: Dual BSD/GPL
In Fedora enthalten: ja (airo.ko, airo_cs.ko)
Homepage: http://sourceforge.net/projects/airo-linux

Intel

Seit der Einführung der Centrino-Plattform stellt Intel für alle derzeit verfügbaren Wireless LAN-Chipsätze (2100BG, 2200BG/2915ABG und 3945ABG) einen eigenen Treiber zur Verfügung. Die Treiber bestehen aus einem Kernelmodul und einer binären Firmware (beim 3945ABG aus Kernelmodul, Microcode und UserSpace Daemon).

Lizenz: GPL (Firmware bzw. Microcode: proprietär)
In Fedora enthalten: ja (ipw2100, ipw2200), für 3945ABG in Vorbereitung
Homepage: http://ipw2100.sf.net/, http://ipw2200.sf.net/, http://ipw3945.sourceforge.net/

Intersil

Intersil bietet mit seiner Prism-Reihe eine breite Palette von Chipsätzen an. Dazu gehört die Reihe des Prism 2/2.5/3 sowie die Chipsätze Prism Indigo/GT/Duette. Prism-Chipsätze können unter Linux mit dem Treiber Prism54 betrieben werden, je nach Typ gibt es unterschiedliche Arten der Implementierung. Für Prism 2/2.5/3 besteht mit dem Projekt "wlan-ng" ein alternativer Treiber, welcher jedoch nicht im Linux-Kernel enthalten ist. Falls die WLAN_Karte nicht erkannt wird, kann im Terminal mit dem Befehl "dmesg" herausgefunden werden, welche firmware fehlt. Beispiel-Ausgabe von demesg: p54pci 0000:03:06.0: Cannot find firmware (isl3886pci) bei einer über den Befehl "lspci" identifizierten Karte: Network controller: Intersil Corporation ISL3890 [Prism GT/Prism Duette]/ISL3886 [Prism Javelin/Prism Xbow] (rev 01). Bei http://wireless.kernel.org/en/users/Drivers/p54#firmware-1 die firmware herunterladen, die firmware dann umbennenen in den von dmesg ausgegebenen Namen (hier "isl3886pci") und danach nach /lib/firmware verschieben. Danach müsste die Karte bei einem Neustart erkannt werden.

Lizenz: GPL
In Fedora enthalten: ja (prism54.ko)
Homepage: http://prism54.org, http://www.linux-wlan.org/ (alternativer Treiber),http://wireless.kernel.org/en/users/Drivers/p54#firmware-1

Lucent

Die Unterstützung für die Chipsätze Hermes und Orinoco ist seit längerer Zeit im Linux-Kernel enthalten. Lucent ist Anbieter verschiedener Wireless-Chipsätze und es wurden für diese verschiedene Linuxtreiber entwickelt.

Lizenz: Dual MPL/GPL
In Fedora enthalten: ja (hermes.ko, orinoco.ko, orinoco_*.ko)
Homepage: http://www.nongnu.org/orinoco/

Prism

Ralink

Für Chipsätze des Typs RT2400, RT2500 und RT61 existiert das Projekt "rt2x00", mit dem sich entsprechende Karten zum Funktionieren überreden lassen.

Lizenz: GPL
In Fedora enthalten: seit Fedora 7
Homepage: http://rt2x00.serialmonkey.com/

Realtek

Für Karten mit 818x-Chipsatz von Realtek können die Treiber des Herstellers verwendet werden. Auf der Homepage stehen Archive für Kernel 2.4 und 2.6 zum Download bereit. Ein weiteres Projekt ist "rtl8180-sa2400", welches einen GPL-Treiber für diese Geräte entwickelt.

Lizenz: proprietär
In Fedora enhalten: nein
Homepage: http://www.realtek.com.tw/search/default.aspx?keyword=8180 (Downloadseite), http://rtl8180-sa2400.sourceforge.net/

Texas Instruments (TI)

Texas Instruments hat mit dem ACX100 und dem ACX 111 zwei Chipsätze auf den Markt gebracht, die in verschiedenen Adaptern bspw. von DLink oder Netgear verbaut wurden. Der Treiber heißt entsprechend den Chipsätzen acx100 oder acx111. Beide Treiber befinden sich im Beta-Status und werden mit Hilfe einer Firmware betrieben.

Lizenz: Dual BSD/ MPL 1.1
In Fedora enthalten: nein
Homepage: http://acx100.sourceforge.net/

ZyDAS

ZyDAS ist Anbieter der Chipsätze ZD1201 und ZD1211. Diese finden sich häufig in USB-Geräten verschiedener kleinerer Hersteller von Wireless LAN-Adaptern. Zwei Open Source-Projekte bieten entsprechende Treiber für diese Chipsätze an.

Lizenz: GPL
In Fedora enthalten: Fedora 7 enthält jedoch einen Fork dieses Treibers namens zd1211rw)
Homepage: http://linux-lc100020.sourceforge.net/ (ZyDAS 1201), http://zd1211.ath.cx/ (ZyDAS 1211)

Anmerkung Anmerkung: Diese Liste stellt nur eine Auswahl an Chipsätzen dar. Weiterführende Listen findet man nachfolgend.


Weblinks